Teil eines Werkes 
14. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 2. Band (1854)
Entstehung
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Liebe für Geſetzlichkeit. Die Menſchen find einmal ſo, mein lieber Herzog.“

„Sire,“ erwiederte Caulainevurt mit feſter Stimme, „ich erröthe über diejenigen meiner Landsleute, die auf ſolche Weiſe frühere ehrenvolle Thaten ſchänden. Aber, Sire, die ſchmachvollen Ausnahmen werden in der Armee, die ihrem Chef treu und ergeben bleibt. keinen Wiederhall finden.“

„Sie täuſchen ſich abermals,“ ſprach der Kaiſer von Rußland.„In dieſem Augenblicke iſt Fontaine⸗ bleau von Truppen entblößt und die Perſon des Kai⸗ ſers Napolevn in unſre Hand gegeben.“

Caulaincourt trat erbleichend einen Schritt zurück.

„Wie, Sire?“ rief er,„das iſt unmöglich.“

„Die Leute,“ fuhr Alexander fort,„welche ſo eilig ſind einer andern Sache als der Ihrigen, den Sieg zu verſchaffen, haben die Gewalt in Händen. Sie arbeiten unaufhörlich daran, die einflußreichſten Generale Napoleon abtrünnig zu machen; und da jeder der letztern nur an ſein Vermögen und an ſeine Stellung denkt, ſo beeilt man ſich. Mit einem Worte, das Lager von Eſſonne iſt aufgehoben.“

Der Herzog war ob dieſer unheilvollen Nachricht ſo ergriffen, daß er kein Wort der Erwiederung ver⸗ mochte. Alexander erzählte weiter:

„Das Lager von Eſſonne iſt aufgehoben. Der Herzog von Raguſa hat ſeinen Beitritt erklärt, ſo wie den ſeines Armeecorps. Seine Truppen, geführt vom General Souham ſind im vollen Marſche auf Verſailles.“

„Sire,“ erwiederte Napoleon's Geſandter nach einer langen Pauſe,„unter ſolchen Umſtänden erkenne ich nur zu gut den Geiſt, welcher die Verſammlung der verbündeten Mächte beleben wird und wir bleibt