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für uns beunruhigend werden. Das Zuſtrömen von Truppen, ihre Ergebenheit an die Perſon des Kai⸗ ſers, ſeine Kriegskunde und Verwegenheit waren von der Art, in uns lebhafte Beſorgniſſe zu wecken. Ein verwegen ausgeführter Handſtreich auf Paris, die ſchwierige Aufgabe unſrerſeits, eine Bevölkerung von achtmalhunderttauſend Seelen im Zaum zu halten: Alles dies machte unſre Lage bedenklich und konnte viele Dinge in Frage ſtellen. Dieſe Rückſichten wa⸗ ren ſehr gewichtig und ich habe ſie auch geltend ge⸗ macht. In dieſem Angenblick iſt die Stellung des Kaiſers Napoleon eine ganz andre.“
„Ew. Majeſtät,“ entgegnete der Herzog,„befin⸗ den ſich hier wohl im Irrthum. Der Kaiſer Napv⸗ leon gebietet in einem Umkreis von wenig Stunden über achtzigtauſend Mann, welche laut verlangen auf Paris geführt zu werden. Dieſe Tapfern würden ſich für ihren Kaiſer in Stücken hauen laſſen.“
„Mein lieber Herzog,“ bemerkt der Kaiſer von Rußland nicht ohne alle Gereiztheit,„ich bin in der That recht unglücklich, Sie immer betrüben zu müſſen. Sie ſcheinen in völliger Unwiſſenheit über das, was hier vorgeht. Der Senat hat die Entthronung Na⸗ voleon's ausgeſprochen.“
„Ich weiß es, Sire,“ antwortete Caulaincvurt; „aber die Armee?“
„Die Armee?“ lächelte Alexander,„von allen Seiten kommen uns Beitrittserklärungen der Corps⸗ chefs. Man verbirgt die Eile, mit der man zu Werke geht, mit einem unglücklichen Herrſcher ein Ende zu machen, hinter dem Anſcheine einer geſetzlichen Unter⸗ werfung unter die Befehle des erſten Staatskörpers, und vereinigt ſo ſein perſönliches Intereſſe mit der


