Teil eines Werkes 
14. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 2. Band (1854)
Entstehung
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ſtarben auf ſeiner Zunge. Er wendete ſich zu ſeinem Adjutanten Girardin.

General, wie hieß der Diviſionair, dem ich auf ſein Bitten geſtern ein Geſchenk von zwölftauſend Franken machte?

Sire, tönte die inhaltſchwere Antwort,es war der General Souham.

Bei dieſen Worten vermochten die Anweſenden ihre Entrüſtung über ſo beiſpielloſe Verrätherei kaum zurückzuhalten. Der ältere Pole ſtürzte Napoleon zu Füßen, die Andern folgten ſeinem Beiſpiele.

Und wenn Alles Sie verläßt, rief er, und Alle hoben ſchwörend ihre Arme empor,Polen bleibt Ihnen treu. Sire, vertrauen Sie uns, nie werden wir Sie verlaſſen!

Auch Frankreich, riefen die franzöſiſchen Offi⸗ eiere,führen Sie uns in den Kampf, Sire, die Verräther zu vernichten, welche unſre Adler beſchimpft haben!

Mit ſchmerzlichem Blicke weilte der Kaiſer auf den wenigen Getreuen. Dann wandte er ſich zu Gourgaud.

Suchen Sie Belliard auf, ſprach er,daß er unverzüglich mit ſeiner Reiterei Fontainebleau decke.

Die Anweſenden entfernten ſich. Der Kaiſer warf ſich in ſeinen Lehnſtuhl; ſein Herz war gebrochen.

Am andern Morgen erſchien der berühmte Tags⸗ befehl vom fünften April. Er lautete wie folgt:

Soldaten!

Der Kaiſer dankt der Armee für die getreue An⸗ hänglichkeit; namentlich weil ſie Frankreich in ihm und nicht in dem Pöbel der Hauptſtadt anerkennt. Der Soldat folgt dem Glück und Unglück ſeines Ge⸗ nerals, ſeiner Ehre und ſeiner Religion. Der Her⸗

Stolle, ſämmtl. Schriften. XIV. 2