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nahe, zur majeſtätiſchen Kuppel emporſtieg, ihn ſah er über ſeinem Cäſaren⸗Haupte zuſammenbrechen und die halbe Welt unter ſeinen Trümmern begraben.
Hier betrachte man das Geſchick menſchlicher Werke. Man überſchaue die vielen unternommenen Kriege, das maßlos vergoßne Blut, die vernichteten Völker, die großen unſterblichen Thaten, ſo viel Triumphe, Politik, Beharrlichkeit und Muth. Womit hat dies Alles geendigt!*)
Noch aber ſoll der große unglickliche Held den Wermuthbecher bis auf die Hefen leeren. Es iſt kaum Mitternacht vorüber; unheimlich ſtreicht der Nachtwind durch die großen Höfe und Hallen von Fontainebleau, da kommt in wahnſinni⸗ ger Eile ein Reiter angeſprengt. Vor der großen Treppe zur Gallerie Franz des Erſten ſpringt er vom Pferde und läßt ſich ſogleich beim Kaiſer melden. Es iſt Gourgaud, der erſte Ordonnanzofficier.
„Sire,“ ruft er faſt athemlos, als ihn der dienſt⸗ habende Adjutant in das Zimmer Napoleon's geführt hat,„der Herzog von Raguſa hat ſeinen Poſten ver⸗ laſſen und unterhandelt in Paris mit dem Feinde. Durch unbekannte Befehle werden ſeine Truppen in Bewegung geſetzt und ziehen in dieſem Augenblicke durch die Cantonnirungen der Verbündeten. Wir ha⸗ ben keine Avantgarde mehr und Fontainebleau iſt dem Feinde Preis gegeben.“
Der Kaiſer ſchüttelt lächelnd das Haupt.
„Man hat Ihnen ein Märchen aufgebunden. Gourgaud; es iſt ja Marmont, der meine Avant⸗ garde zu Eſſonne befehligt.“
²) Montesquieu. Verfall der Römer.


