Teil eines Werkes 
14. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 2. Band (1854)
Entstehung
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wo die Conferenz gehalten wurde. Ein jeder war überzeugt, daß das Ende derſelben das Zeichen zum Abmarſch ſein werde. Plötzlich verbreitet ſich das Gerücht von Napoleon's Abdankung zu Gunſten ſei⸗ nes Sohnes.

Unbeſchreibbar iſt der Schmerz der Armee. Tau⸗ ſende von Thränen träufeln über die Wangen der bärtigen Grenadiere. Ganze Rotten ſchmettern mit ſchmerzvoller Wuth ihre Gewehre auf den Boden. Nur die goldenſten Uniformen wünſchen ſich im Stil⸗ len Glück über dieſen Ausgang der Sache.

Eine Stunde nach der gehaltenen Conferenz läßt Napolevn den Herzog von Vicenza rufen. Des Kai⸗ ſers Antlitz iſt todtenbleich, doch ſind ſeine Züge ru⸗ hig und ſeine Haltung feſt und ſicher. Er nimmt von ſeinem Schreibtiſche ein von ſeiner Hand geſchrie⸗ benes Papier und übergiebt es dem Herzog:

Hiexr iſt meine Abdankung, bringen Sie dieſelbe nach Paris.

Niemals war Napolevn größer als in dieſem Au⸗ genblicke. Thränen ſtürzen dem treuen Caulaincourt aus den Augen.

Wackrer, wackrer Freund! ruft der Kaiſer, den Getreuen an ſein großes leidenvolles Herz drückend. Dann ſetzt er mit brechender Stimme hinzu:Die Undankbaren, ſie werden mich eines Tags zurückwün⸗ ſchen. Eilen Sie, Caulaincvurt, reiſen Sie ſogleich!

Bei dieſen Worten tritt der Herzog von Baſſano in's Gemach. Sein gramgebleichtes Geſicht zeigt an, was er für ſeinen kaiſerlichen Herrn und Freund leidet.

Sire, ſpricht Caulainevurt, als er das wichtige Doecument empfangen hat,in dieſer ſo feierlichen und außerordentlichen Angelegenheit, Ueberbringer der

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