Teil eines Werkes 
14. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 2. Band (1854)
Entstehung
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40 ten, zu welchem der freudige Zuruf ſeiner Garde her⸗ aufſcholl; ein Wink, und ſie waren vernichtet.

Der Kaiſer, groß im Glück, größer im Unglück, blieb ganz ruhig. Noch einmal wieß er die uner⸗ meßlichen Reſultate nach, welche ein Marſch gegen die Hauptſtadt gewähren müßte. Er entwickelte klar und faßlich ſeine meiſterhafte Operation, der Erfolg war ſo gut wie geſichert; aber ſeine hochherzigen Worte waren zu kleinmüthigen Herzen und eigennützi⸗ gen Seelen geſprochen; kein Anklang, keine Beiſtim⸗ mung, nur todtes finſtres Schweigen erfolgte.

Da überflog Napolevn noch einmal den Kreis ſeiner Waffengefährten; als er aber das Feuer in ih⸗ ren Blicken, mit welchem ſie ihm einſt zu Kampf und Ruhm folgten, erloſchen fand, und in ihnen nicht mehr die einſtigen Zeltgenoſſen, ſondern nur reiche Leute, auf ihren Geſichtern nur Verzagtheit, Eigen⸗ nutz und niedrige Geſinnungen erblickte, trat er, ohne ein Wort weiter zu verlieren, an ſeinen Schreibtiſch und ſchrieb folgende Worte:

Da die verbündeten Mächte erklärt haben, daß der Kaiſer Napoleon das einzige Hinderniß zur Wie⸗ derherſtellung des Friedens in Europa ſei, ſo erklärt der Kaiſer Napoleon, ſeinem Eide getreu, daß er be⸗ reit iſt, dem Throne, Frankreich und ſelbſt dem Le⸗ ben zu entſagen für das Wohl des Vaterlandes, das unzertrennlich iſt von den Rechten ſeines Sohnes, der Regentſchaft der Kaiſerin und der Aufrechterhal⸗ tung der Reichsgeſetze.

So geſchehen in unſerm Schloſſe zu Fontaine⸗ bleau, den vierten April 1844.

Napoleon.

Mit Ungeduld hatte die Garde, welche im Schloß⸗

hofe aufgeſtellt war, zu den Fenſtern empor geblickt,