Teil eines Werkes 
13. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 1. Band (1854)
Entstehung
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Orleans, lautete die Antwort des Generals.Die Marſchälle ſind beſchäftigt, ihre Sachen in Paris in Ordnung zu bringen.

Große Schweißtropfen bedecken Napoleon's Stirn. Sein Mund iſt krampfhaft zuſammengezogen. Eine ſichtbare Bläſſe überzieht ſein Geſicht.

Haben Sie es gehört? ſpricht er endlich mit ton⸗ loſer Stimme und ſein Blick heftet ſich ſtier auf Caulaincourt.

Darauf befiehlt er, daß die Corps der beiden Mar⸗ ſchälle, die ſeine Befehle bereits in Troyes erhalten haben, ihm nach Paris folgen. Die Garde ſoll in der Nacht des Einunddreißigſten eintreffen. Er will auf die Boulevards in demſelben Angenblicke einbrechen, wo die Alliirten einziehen.

Die Nationalgarde und die Bevölkerung ruft er,werden mich unterſtützen! Bin ich einmal in den Mauern von Paris, ſo wird dieſe Stadt mein Grab oder ich zerſchmettre die Feinde Frankreichs!

Nach und nach langen Ehrengarden, die Corps⸗ führer und Generäle an, welche Paris vertheidigen halfen und unter Marmont's Befehlen geſtanden ha⸗ ben. Immer ſich aufrecht erhaltend, läßt der Kaiſer ſich alle Vorgänge erzählen. Sie brechen ſein Herz.

Ich hatte blos, ſpricht er,von ihnen verlangt, daß ſie ſich vierundzwanzig Stunden halten ſollten. Die Elenden! Marmont! Marmont! Er hat mir ge⸗ ſchworen, vor den Mauern von Paris unterzugehen, ehe er capitulirte! Und Joſeph, mein Bruder, auf der Flucht! Meine Hauptſtadt, dem Feinde überliefert! Die Elenden! Sie hatten meine Befehle, ſie wußten, daß ich den zweiten April an der Spitze von ſieben⸗ zigtauſend Mann da ſein würde! Meine braven Kriegs⸗ ſchüler, meine Nativnalgarde, die mir meinen Sohn zu vertheidigen verſprachen! Alle Männer von Herz