Teil eines Werkes 
13. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 1. Band (1854)
Entstehung
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richt, daß man ſich unter den Mauern von Paris ſchlage. Sogleich ſchickt er abermals einen Adjutanten ab. Die Hauptſtadt ſoll ſich um jeden Preis halten; er eile mit der Armee zur nahen Rettung herbei.

Die Nacht iſt bereits eingebrochen als Napoleon in Fontainebleau anlangt. Von hier beſteigt er einen kaiſerlichen Wagen und eilt auf der Straße von Paris weiter.

In dem Gaſthauſe zum Cour de Frange, wo abermals die Pferde gewechſelt werden, ſchlägt es zehn Uhr. Da zeigt ſich in der Dunkelheit eine Co⸗ lonne Infanterie, welche die Straße daher kommt.

Was ſind das für Truppen? fragt der Kaiſer.

Der Herzog von Vicenza ruft die Colonne an.

Wir kommen von Paris, antwortet ein Ser⸗ geant,das wir in Folge der Kapitulation geräumt.

Die Leute ſind toll, ruft Napoleon und ſpringt aus dem Wagen,wo iſt Euer Officier?

Da trabt an der Spitze ſeiner Schwadronen der General Belliard heran. Dieſer erkennt ſogleich den Kaiſer und ſpringt vom Pferde. So wie Napoleon den General erblickt, geht er in der heftigſten Ge⸗ müthsbewegung auf ihn zu und zieht ihn auf die Seite.

Was ſoll das, ruft er mit gepreßter Stimme, warum Sie hier mit Ihrer Cavalerie, Belliard? Und wo ſind die Feinde?

Vor den Thoren von Paris!

Und die Armee?

Sie folgt mir.

Wo iſt mein Weib, mein Kind? ruft Napolevn in dringendem, herzbrechendem Tone.Wo Marmont, wo Mortier?

Die Kaiſerin iſt nach Rambonillet und von da nach