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valette, ſeit zehn Tagen die erſte offizielle Mittheilung aus der Hauptſtadt.„Die Anhänger der Fremden,“ heißt es,„werden lebendig und ſind von geheimen Intriguen unterſtützt. Die Gegenwart Napoleon's iſt unerläßlich, wenn ſeine Hauptſtadt nicht dem Feinde übergeben werden ſoll. Kein Augenblick iſt zu ver⸗ lieren.“
An der Brücke von Daulaincvurt langen aber⸗ malige Depeſchen an.„Stündlich,“ ſchreibt man,„ſteht ein Angriff auf Paris zu erwarten.“
Napoleon fertigt einen Adjutanten nach Paris ab.
„Reiten Sie im Fluge n Paris,“ ruft er, „melden Sie meine ſchleunige Ankunft. Nur zwei Tage ſoll man ſich halten!“
Alles nimmt jetzt die furchtbarſte Eile an. Wie im Sturme dringt die Armee gegen die bedrohte Hauptſtadt vor. Die Garde macht in Einem Tage fünfzehn Stunden. Napoleon's Bekümmerniß um das Schickſal von Paris iſt außerordentlich.
Nach wenigen Stunden Ruhe bricht er am dreißig⸗ ſten März früh von Troyes auf. Er hat während der Nacht die Dispoſitionen ſo getroffen, daß die Armee am zweiten April unter den Mauern von Paris vereinigt iſt. Seine Thätigkeit iſt beiſpiellos. Von Troyes aus beſteigt er mit Berthier und Caulain⸗ evurt eine Poſtcaleſche. Man fliegt der Armee voraus. Napoleon ſelbſt treibt die Poſtillone zur raſenden Eile an. In fortwährendem Galopp geht die Fahrt auf der Straße von Paris dahin. Die Axen glühen und das Steinpflaſter raucht unter den Rädern. Man legt den zehn Stunden langen Weg von Troyes nach Monterau in zweien zurück.
Beim Pferdewechſel erhält der Kaiſer die Nach⸗


