Teil eines Werkes 
13. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 1. Band (1854)
Entstehung
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nicht zu ſpät kommen! Normand, eilen ſie zu dem Herzog von Treviſo, welcher den linken Flügel cvm⸗ mandirt, ich will Marmont aufſuchen.

Die Beiden ſchwingen ſich wieder auf ihre Roſſe und jagen davon.

3wölftes Rapitel.

De Armee Napoleon's befand ſich in St. Dizier. Noch immer glaubte der Kaiſer, daß die große Armee unter Schwarzenberg ihm folge. Da langte Caulain⸗ cvurt im Hauptquartiere an. Die Unterhandlungen in Chatillon waren abgebrochen. Der Cuurier, wel⸗ chen Napoleon an ſeinen Miniſter mit der Vollmacht abgeſchickt, den Frieden auf jeden Fall abzuſchließen, war durch die feindlichen Heere auf ſeinem Wege an⸗ gehalten worden und vierundzwanzig Stunden zu ſpät in der Congreßſtadt eingetroffen. Die Commiſſarien hatten die Friedensverhandlungen bereits für geſchloſ⸗ ſen erklärt.

Napoleon war ziemlich guter Laune, als ſein Be⸗ vollmächtigter in das Cabinet trat.

Wiſſen Sie, frug er unter andern,daß ich beinahe den Schwiegervater gefangen genommen hätte? Das wäre ein artiger Fang geweſen! Wahrhaftig, es fehlte nicht viel. Ich manövrirte dieſe Zeit beſtändig, um das Hauptquartier der Verbündeten auf dieſe Art zu fangen. Das würde unſern Verhandlungen in Chatillon vortrefflich Vorſchub geleiſtet haben. Was meinen Sie, Caulaincvurt?