Teil eines Werkes 
13. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 1. Band (1854)
Entstehung
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men. Sie gönnen ſich kaum einen Augenblick Ruhe und eilen nach dem Montmartre, wo ſie den Prinz Joſeph zu treffen hoffen. Dieſer, nachdem er den Brief an Marmont geſchrieben, hat ſo eben mit ſeiner Suite den Montmartre verlaſſen. Die beiden kaiſer⸗ lichen Abgeordneten folgen der Spur und treffen ihn im Boulogner Walde. Der Prinz ſteht eben im Be⸗ griff, Paris ſeinem Schickſale zu überlaſſen, als Ge⸗ neral Dejean und Eugen heran ſprengen.

Was bringen Sie? fragt Joſeph, ungehalten über den Aufenthalt.

Eurer kaiſerlichen Hoheit den Befehl, ruft De⸗ jeandie Hauptſtadt bis auf's Aeußerſte zu verthei⸗ digen. In zweimal vierundzwanzig Stunden iſt der Kaiſer hier an der Spitze von ſiebenzigtauſend Mann.

Der Prinz zuckt die Achſeln.

Es iſt zu ſpät ſpricht er,ich habe den Mar⸗ ſchällen bereits Vollmacht zum Unterhandeln gegeben.

Der General tritt einen Schritt zurück. Eine Zornesglut überflammt ſein benarbtes Geſicht.

Ew. Kaiſerliche Hoheit, ruft er,haben dem Kaiſer geſchworen, ſich unter den Trümmern von Pa⸗ ris zu begraben.

Der Prinz überhört dieſe Worte, doch wird er ſichtbar nachdenklich.

Eilen Sie, General, ruft er nach kurzem Be⸗ ſinnen,und theilen Sie den Marſchällen Ihre De⸗ peſchen mit. Vielleicht, daß wenigſtens Zeit gewon⸗ nen wird.

Nach dieſen Worten ſetzt ſich der Prinz Joſeph in ſeinen Wagen und fährt ſeiner Schwägerin der Kaiſerin Marie Luuiſe nach.

Das Heil des Vaterlandes hängt an einem Au⸗ genblicke, ruft Dejeander Himmel gebe, daß wir

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