lich wurde ihr rechter Flügel durch die Uebermacht er⸗ drückt und geworfen. Die Dörfer Belleville, Menil⸗ montant, nebſt der ſchönen Artillerie, welche dieſe Linie vertheidigte, fielen in die Hände der Stürmen⸗ † den. Die leichte Reiterei derſelben begann bereits bis gegen die Barrieren von Paris vorzubrechen. Die Kugeln der Artillerie der Verbündeten ſchlugen bereits in die Flanke des franzöſiſchen Centrums. Nichtsdeſtoweniger hielt ſich dieſes, auf das Dorf Vilette und den Kanal geſtützt, mit bewunderungs⸗ würdigem Heldenmuthe. Der Marſchall Marmont und alle ſeine Generäle hatten die Degen gezogen und führten ihre nicht zu ermüdenden Truppen zu immer neuen Kämpfen. Es lag ein Kriegsgewitter über der Stadt, wie dieſe es nimmer erlebt hatte. Da ſammelten ſich im Hintergrunde des Dorfes Vilette lange, dunkle Maſſen. Der Augenblick war getommen, mit Einem gewaltigen Schlage den Reſt der an Zahl ſo ſchwachen Vaterlandsvertheidiger nie⸗ derzuſchmettern. Die Elite der ruſſiſchen und preußi⸗ ſchen Garde hatte ſich zuſammengezogen und hartte, wie eine drohende Gewitterwolke des Zeichens zum Sturme. Es bedurfte nur eines Winkes, eines zün⸗ denden Funkens, und das Gewitter entlud ſich unter verheerenden Schlägen. Dieſer verhängnißvolle Augenblick erſchien. Unter erderſchütterndem Hurrah ſetzten ſich die furchtbaren Maſſen in Bewegung. Wieder wurden die franzöſi⸗ ſchen Batterien zu feuerſpeienden Vulkanen. Wieder ſtürzten die Angreifenden gliederweiſe zu Boden; aber der Bataillone im Hintergrunde waren zu unzählige;
Lücken füllten ſich augenblicklich mit neuen Strei⸗ tern. Vergebens würgte der Kugelregen; vergebens waren die rieſenhaften Anſtrengungen der Vertheidiger.
v
½


