Teil eines Werkes 
13. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 1. Band (1854)
Entstehung
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Sie glichen dem Anſchlagen von Regentropfen, welche

in den Tropenländern dem Sturme voranzugehen pflegen. Das Werk der Zerſtörung hatte begonnen.

Kaum aber waren die dunkelgrünen ruſſiſchen Bataillone am Fuße der Höhe angelangt, als mit Einem Wetterſchlage ſich ſämmtliche franzöſiſche Bat⸗ terien demaskirten und Tod und Verderben unter die Angreifenden ſchleuderten. Dieſe wurden geworfen. Den Marſchall Marmont an der Spitze drangen die Franzoſen kühn hervor, trieben die Ruſſen bis über das Dorf Pantin hinaus, das ſie in Beſitz nahmen.

Da wirbelten abermals die Trommeln. Neues Hurrah ertönte. Friſce ruſſiſche Colonnen wälzten ſich mit gefälltem Bayonnette heran. Die Franzoſen vertheidigten ſich mit außerordentlicher Tapferkeit, bis ſie von der Uebermacht überwältigt in ihre früheren Poſitionen zurückwichen.

Jetzt begann wieder das furchtbarſte Artillerie⸗ feuer. Die franzöſiſchen Batterien glichen feuerſpeien⸗ den Vulkanen. Die Zöglinge der polytechniſchen Schule, Knaben von zwölf bis ſechszehn Jahren, kämpften mit beiſpielloſem Muthe gegen die ruſſiſchen Veteranen.

Die franzöſiſche Infanterie drang zu wiederholten Malen in Colonnen von den Höhen herab und warf jedes Mal die Angreifenden eine bedeutende Strecke zurück, aber die Ruſſen führten immer neue Maſſen in's Feuer. Jeder Angriff ward zum furchtbarſten Blutbade, indeß von den Luſthainen, Weinbergen, Gärten und zahlreichen Landhäuſern durch die Scharf⸗ ſchützen ein fortwährender vereinzelter Kampf unter⸗ halten wurde.

Der ruſſiſche Generaliſſimus, der Graf Barklay de Tolly, erkannte jetzt, daß, welch' ungeheure Streit⸗