kräfte ihm auch zu Gebote ſtanden, ihm doch unmög⸗ lich ſei, dieſe Höhen zu foreiren. Er zog daher die ganze ruſſiſche Fronte zurück, um die Ankunft Blü⸗ cher's und der ſchleſiſchen Armee, ſo wie die des Kronprinzen von Würtemberg, welcher ebenfalls noch zurück war und den äußerſten rechten franzöſiſchen Flügel bei Charenton angreifen ſollte, abzuwarten, um dann mit vereinter unermeßlicher Macht den Sturm von Neuem und zwar auf allen Punkten zu beginnen.
Während dieſer Zeit war ein Officier der Pariſer Nationalgarde Namens Peyre von den Koſaken ge⸗ fangen worden. Sobald der Kaiſer Alexander davon Nachricht erhielt, ließ er den Officier vor ſich berufen und unterhielt ſich über eine halbe Stunde mit ihm. Am Schluſſe der Unterredung trug er ihm auf, zu den commandirenden franzöſiſchen Marſchällen zurück⸗ zukehren und denſelben im Namen des Kaiſers zu erklären, daß er die Uebergabe der Hauptſtadt ver⸗ lange, worauf alles Blutvergießen ſogleich aufhören ſolle.
„Sagen Sie Ihren Befehlshabern,“ ſprach der Kaiſer,„daß ich mit meiner ganzen Armee vor den Mauern ſtehe; daß ich nicht mit Frankreich und nur mit Napoleon kämpfe. Ich bin überzengt, daß ſich Paris, ſeines großen Helden beraubt, nicht halten kann. Der Himmel hat mir Macht und Sieg verlie⸗ hen. Ich werde ihn anwenden, der Welt den Frieden wiederzugeben. Wenn ich dieſen Frie⸗ den ohne ferneres Blutvergießen erhalten kann, ſoll mir es ſehr lieb ſein; wo nicht, wohlan, ſo kämpfen wir fort; gutwillig oder nicht, mit den Ba⸗ yonnetten einrückend oder im Parademarſche; auf Trüm⸗


