Teil eines Werkes 
13. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 1. Band (1854)
Entstehung
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Unterdeß ſetzten ſich die kaiſerlichen Wagen in Bewegung. Es war ein endloſer Zug. Viele hoch⸗ geſtellte Perſonen benutzten die Gelegenheit, die be⸗ drohte Hauptſtadt zu verlaſſen.

Als der Wagen, worin ſich die Kaiſerin befand, vorüber fuhr, riefen mehre Stimmen:Marie Louiſe, ſo verläßt Du Deine Kinder?

Ein Peruquier mit liſtiger Phyſiognomie, welcher dem dahinrollenden Wagen nachſchaute, ſchüttelte auf ſonderbare Weiſe den Kopf.

Na, die kommt nicht wieder, ſprach er und war im Begriff, ſich eine Priſe zu nehmen.

Was ſagſt Du, Schuft? rief ein breitſchultri⸗ ger Schreinergeſell, indem er den Friſeur mit der ge⸗ wichtigen Fauſt ſo nachdrücklich auf die Schulter ſchlug, daß die dünne Geſtalt zuſammen knickte,die Kaiſerin nicht wiederkommen? So kann nur ein Verräther ſprechen!

Nieder mit dem Verräther, ſchrie das Volk, es lebe der Kaiſer!

Nur mit Mühe gelang es den Gens'darmen, die Ruhe wieder herzuſtellen.

Bevor der Kaiſer Alexander, deſſen Hauptquartier ſich zu Bondy, einem Dorfe drei Stunden von Paris, befand, das Zeichen zum Angriff auf die Haupſtadt gab, ſchickte er mehre Parlamentaire an die Marſchälle, die Stadt zur Uebergabe aufzufordern. Dieſe Abge⸗ ſandten wurden nicht vorgelaſſen.

Sogleich rückte der ruſſiſche General Rajewski, ohne die Ankunft der Preußen, die von St. Denis heranſtürmten, abzuwarten, unter einem erderſchüttern⸗ den Hurrah und dem Wirbeln aller Trommeln, im Sturmmarſche gegen die Höhe von Romainville vor. Einzelne Musketenſchüſſe knatterten durch die Luft.