Teil eines Werkes 
13. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 1. Band (1854)
Entstehung
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der heranbrauſenden ruſſiſchen Schwadronen. Die Niederlage iſt hereindrohend.

Dragoner ſammelt Euch! ruft der Kaiſer mit Donnerſtimme;Ihr flieht und ich bin da? Schließt Eure Reihen, Dragoner, vorwärts!

Mit dieſen Worten zieht er den Degen und ſprengt der Koſakenwolke entgegen. Sein Generalſtab folgt. Es folgen ſeine Dienſtescadrons. Die Flüchtigen ſam⸗ meln ſich und werfen ſich unter donnerähnlichem Vive 'empereur! von Neuem auf den Feind. Bald iſt Alles in einer undurchdringlichen Staub⸗und Dampfwolke verſchwunden. Furchtbar ſind die Angriffe der Ruſſen. Marſchälle und Generale haben die Degen gezogen. Den fechtenden Kaiſer an der Spitze, kämpft man Mann gegen Mann. Ein Koſak wirft ſich mit ſeiner Lanze auf Napoleon. Doch wird der Stoß vom Ad⸗ jutanten Girardin abgewendet, welcher den Aſiaten mit einem Piſtolenſchuß zu Boden ſtreckt. Ruſtan kämpft tapfer an des Kaiſers Seite. Mehrmals kön⸗ nen Napoleon's Escorten nicht zu ihm gelangen, weil ſie ſelber in den Wirbel der Reiterangriffe verwickelt werden. Da fällt eine Granate zu des Kaiſers Füßen nieder. Staub und Dampf machen ihn für einen Augenblick unſichtbar. Schreckensrufe ſchallen von allen Seiten. Man glaubt den Kaiſer verloren. Dieſer erhebt ſich aber wieder, wirft ſich auf ein andres Roß und führt die Seinen von Neuem gegen den Feind.

Die Gegenwart Napoleon's, die Gefahr, die er theilt, electriſiren ſeine Schwadronen. So werden die ſechstauſend Ruſſen von tauſend Franzoſen ge⸗ worfen, aus den Linien gejagt und auf das Aeußerſte verfolgt.

Ruhig ſteckt der Kaiſer ſeinen Degen wieder in