Teil eines Werkes 
13. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 1. Band (1854)
Entstehung
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Dieſes außerordentliche Manöver ſtellt für einen Augenblick Paris bloß; ſchreiben Sie daher, Herr Herzog, an den Prinzen Joſeph, daß er beim gering⸗ ſten Anſchein von Gefahr, die Kaiſerin und den Kö⸗ nig von Rom hinter die Loire in Sicherheit bringe.

Am andern Morgen brach die Armee auf, den großen Plan Napoleon's in Ausführung zu bringen. Das Corps des Herzogs von Raguſa blieb mit dem gemeſſenen Befehle in Rheims zurück, in Verein mit dem Herzoge von Treviſo den Preußen, Ruſſen und Schweden die Straße von Paris Fuß für Fuß ſtrei⸗ tig zu machen.

Napoleon langte mit ſeiner Armee zu Epernay an. Hier erhielt er die Nachricht von dem Einzuge des Herzogs von Angoulème in Bordeaux. Der Maire dieſer Stadt war dem Bourbon in eigner Perſon mit den ſtädtiſchen Autvritäten entgegen gezogen. 2 Der Kaiſer ertrug dieſe große Verrätherei mit Ruhe. Er ſollte auf ſchmerzlichere Prüfungen ſich gefaßt machen.

Die gaſtfreundlichen Bewohner von Epernay öff⸗ neten ihre Keller und bewirtheten die Soldaten Na⸗ poleon's mit Champagner. So wurden auf einige Stunden alle Mühen und Beſchwerden des verderben⸗ vollen Krieges vergeſſen.

Aber wie ein Wetterſtrahl trifft die Nachricht von Napoleon's Heranrücken die gegen Paris vordringende große öſtreichiſche Armee und lähmt augenblicklich alle ihre Bewegungen. Schwarzenberg hat die Nie⸗ derlage St. Prieſt's bei Rheims erfahren; er ſieht ſeine Verbindung mit Blücher abgeſchnitten und den Napoleon mit ſeiner ganzen Heeresmacht gegen ſeine Flanken heranrücken. Des Kaiſers großer Plan, die Verbündeten vom Rheine abzuſchneiden, wird erkannt