Teil eines Werkes 
13. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 1. Band (1854)
Entstehung
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ein entſcheidender Schlag geſchehen. Es gilt Alles gegen Alles.

Wieder wagte der Miniſter in bittendem Tone die Friedensvorſchläge der Verbündeten in Erinnerung zu bringen und den Kaiſer zu beſchwören, den Traktat zu unterzeichnen.

Der Kaiſer ſchien anfangs die Worte des Her⸗

zogs nicht vernommen zu haben. Erſt nach langer Pauſe ſprach er: Nach dieſem angebotenen Frieden könnte ich nicht fünf Jahre Kaiſer von Frankreich bleiben; ich ſehe weiter als Alle, die ſo eiſrig nach Unterwerfung ſchreien. Die Nachwelt wird mir Gerechtigkeit widerfahren laſ⸗ ſen. Nach langen Jahren erſt wird man einſehen, daß ich in dem gegenwärtigen Kampfe nicht anders handeln konnte, wenn ich nicht Frieden ſchloß.

Er verſank in ſein früheres Schweigen. Dabei waren ſeine Blicke fortwährend auf die Karte gerich⸗ tet. Endlich ſprang er von einem kühnen Gedanken erleuchtet auf.

Vor allen Dingen muß Paris gerettet werden, rief er;Schwarzenberg kann den zwanzigſten bei Montmartre ſtehen. Meine handvoll Tapfrer iſt zu ſchwach, ihn in der Fronte anzugreifen. Wohlan, ſo werfe ich mich ihm in den Rücken, vernichte ſeine Arrieregarde, unterbreche ſeine Communicativn mit dem Rhein und zerſtöre ſeinen Operationsplan. Im Herzen Frankreichs ſollen dieſe übermüthigen Fremd⸗ linge ihr Grab finden. Im ſchlimmſten Falle ziehe ich mich auf die Rheinfeſtungen zurück und vereinige ihre zahlreichen Beſatzungen mit meiner Armee. Es iſt ein kühner Plan, aber er kann uns mit einem Schlage vom Verderben retten.

Nach einer Pauſe fuhr er fort:

Stolle ſämmtl. Schriften. Xill. 14