Teil eines Werkes 
13. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 1. Band (1854)
Entstehung
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Die wenigen Ruheſtunden in Rheims gewährten ihm Muße, den Zuſtand ſeiner Angelegenheiten nach allen Richtungen hin zu überſchauen.

Im Norden war es dem General Maiſon zeither noch immer gelungen, den Feind in Schach zu hal⸗ ten. Desgleichen behauptete Carnot Antwerpen mit bewunderungswürdiger Tapferkeit. Der Süden aber war ſehr trube. Augereau hatte den Erwartungen, die der Kaiſer in ihn geſetzt hatte, nicht entſprochen, indem er in einem kleinen Kriege mit dem General Bubna bei Genf koſtbare Zeit verloren, anſtatt kühn im Rücken der Verbündeten vorzurücken. Somit hatte dieſer Marſchall aufgehört, bei den großen Ereigniſſen des Feldzugs von irgend einem Nutzen zu ſein. Die über die Pyrenäen zurückgedrängte ſpaniſche Armee hatte ſich auf Toulvuſe zurückgezogen. So ward den Engländern die Straße nach Bordeaux geöffnet. Der Herzog von Angvulème ward täglich in Frankreich er⸗ wartet. Desgleichen hatte ſich ein andrer Bourbon, der Graf Artois in der Franche⸗Comté und Burgund gezeigt.

Der Kaiſer, als er die Fortſchritte ſeiner Feinde auf allen Seiten überſchaut hatte, verſank in langes, düſteres Schweigen. Endlich ſtand er auf und ging mehremale im Cabinete auf und ab. Der treue Her⸗ zog von Baſſano betrachtete mit ſtummem Schmerze ſeinen kaiſerlichen Herrn, der in dieſem Augenblicke mehr litt, als je ein Sterblicher gelitten hat. Nie war Napolevn größer und bewunderungswürdiger als in den Zeiten, wo das Unglück über ſeinem Haupte zuſammenbrach und wo ſeine eiſerne Stirn und ſein wunderbares Genie vergebens gegen das Schickſal ankämpfte.

„Maret,“ ſprach er endlich,„ich ſehe ein, es muß