Teil eines Werkes 
13. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 1. Band (1854)
Entstehung
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unſre Macht, und nur das Genie des Kaiſers zu fürchten. Unſre Lage, wir wollen ſie uns nicht ver⸗ bergen, iſt gefährlicher denn je; nicht daß wir ſo wenig Kräfte beſäßen, uns gegen Europa zu verthei⸗ digen, aber die Intrigue, die Verrätherei alter Roya⸗ liſten und fettgewordener Napolevniden, das iſt der Krebsſchaden, der uns zu Grunde richtet.

Aber die Jugend, die Armee, rief Eugen warm, und den Kaiſer an der Spitze, was haben wir von ein paar elenden Verräthern zu fürchten?

Ihr kennt die Perfidie der franzöſiſchen Großen nicht, junger Freund, ſprach Carnot:ich will kein Prognoſticon ſtellen, aber Napoleon's Krone ſchwebt an einem Pferdehaar.

Wie, frug Eugen erbleichend,was ich immer für ein Märchen gehalten habe, muß ich aus Eurem Munde vernehmen?

Wollte der Himmel, antwortete der alte Re⸗ publikaner,es wäre ein Märchen; ich bin kein Freund des Kaiſers Napoleon, aber im Vergleich mit den vertriebenen Bourbonen, muß jeder Vaterlands⸗ freund auf ſeiner Seite ſtehen. Trat er auch unſre Freiheit nieder, ſo erſetzte ſein Genie Vieles. Er hat Frankreich um Jahrzehnte vorwärts gebracht; er hat wenigſtens nie an der geſunden Vernunft gefre⸗ velt. Die Bourbonen, welche die neue Zeit, dieſe Tochter der Revolution, nie anerkennen werden, wür⸗ den das Land nur in Verwirrung und Unglück ſtür⸗ zen. Darum bin ich, ſeit ich dieſe royaliſtiſchen Ele⸗ mente auftauchen ſah, faſt aus Noth kaiſerlich gewor⸗ den. Unter zwei Uebeln muß man das kleinſte wählen.

Ich habe in dem Kaiſerthume nie etwas Uebles zu erkennen vermocht, bemerkte Eugen.Hat Na