Teil eines Werkes 
13. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 1. Band (1854)
Entstehung
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Gruft ſchien eine der älteſten des Pdre la Chaise. In der Mitte des Gewölbes führte eine eiſerne, ver⸗ roſtete Fallthüre nach der eigentlichen Gruft, wo die Särge in langen Reihen neben⸗ und aufeinander ſtanden.

Da nur wenig Tageshelle durch den äußern Ein⸗ gang in dieſe Todtenhalle fiel, bemerkte Eugen als⸗ bald einen ſchwachen Lichtſchein, der aus der untern Gruft ſparſam herauf flimmerte. Das Geflüſter war jetzt vernehmbarer und der ſtille Beobachter erkannte alsbald ein paar männliche Stimmen, die ſich leiſe und angelegentlich unterredeten.

Gutes, was das Tageslicht nicht zu ſcheuen braucht, ſprach Eugen für ſich,kann hier nicht ver⸗ handelt werden und das Lauſchen wird in dieſer ver⸗ rathreichen Zeit zur Pflicht.

Er ſtrengte daher ſein ganzes Gehörorgan an, um des unterirdiſchen Dialog habhaft zu werden.

Die hohen Verbündeten. ſprach die eine Stimme, ſollen ſich durch die pomphaften Zeitungsartikel über Frankreichs furchtbare Rüſtungen nicht täuſchen laſſen; in dieſen Papieren allein finden ſie die wahren Etats aus unſerm Kriegsminiſterium. Wir ſind ſchwächer denn je und der Enthuſiasmus von 1792 iſt längſt verraucht. Eine energiſche Invaſion und der Corſe kann ſich nicht halten. Frankreich will den Frieden und ſieht in den Herren der Alliirten nur ſeine Be⸗ freier von einem langjährigen Despotismus.

So bürgt Ihr mir, ſprach der Andere,für die Richtigkeit dieſer Papiere?

Mit Leib und Seele, war die Antwort,es ſind die getreueſten Copieen aus den Archiven unſers Kriegsdepartements, ich glaube nicht, daß Ihr irgend ein weſentliches Doeument vermiſſen werdet. Es iſt die angeſtrengteſte Arbeit dreier mühvollen Nächte.