Teil eines Werkes 
13. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 1. Band (1854)
Entstehung
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Recht gern, erwiederte Eugen;die Gräfin Saint Amand iſt als politiſche Intrigantin bekannt. Ihr Hotel iſt der Sammelplatz der royaliſtiſchen Par⸗ tei; mein Herr aber iſt der Kaiſer, und ich würde als ſein Ordonnanz⸗Officier bei dieſer Soirée eben keine paſſende Rolle ſpielen. Ueberdies hält mich eine Antipathie ab, mit dieſen Leuten in nähere Berüh⸗ rung zu treten.

Aber, mein Gott, eiferte der Onkel,Ihr ſeid ſonſt nicht auf den Kopf gefallen, ſo lernet Euch nur ein wenig in Zeit und Umſtände fügen. Mit Eurem Kaiſer und ſeiner Herrlichkeit ſteht es verzweifelter denn je. Ein kluger Mann ſieht ſich vor. An ein Compromittiren Eurer amtlichen Stellung iſt im Ge⸗ ringſten nicht zu denken. Ihr werdet heut' Abend ſelbſt kaiſerliche Großofficiere vorfinden, deren Treue gegen den Kaiſer demungeachtet über allen Zweifel erhaben ſteht.

Jeder hat ſeine Anſichten und Begriffe, Herr Onkel, entſchied kurz der Jüngling,ich kann von der Einladung keinen Gebrauch machen.

So bedenkt aber, drängte der Banquier,daß ich ſelbſt durch Euer Außenbleiben in Verlegenheit gerathe. Ihr geltet als Glied meines Hauſes und habt durch meine Hand die Einladung erhalten.

Seid unbeſorgt, tröſtete Eugen,ein Entſchul⸗ digungsgrund iſt bald gefunden, wenn man ſich nur entſchuldigen will. Wenn Ihr übrigens glaubt, daß dieſe Einladung eine humane Conceſſion iſt, welche der hohe royaliſtiſche Adel dem Bürgerthume macht, ſo irrt Ihr gewaltig. Es iſt rein politiſches Mans⸗ ver. Der altköniglichen Partei muß jetzt Alles daran liegen, den angeſehenern Bürgerſtand der Hauptſtadt zu ſeinen Gunſten zu ſtimmen. Laßt einmal dieſe