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in die Taſche greifend fort„habe ich ganz vergeſſen, weshalb ich eigentlich gekommen bin.“
Er zog einige Viſitenkarten hervor.
„Eine Einladung für heute Abend zu der Svirée der Gräfin Saint Amand; eine Ehre, die meinem Hauſe noch nicht widerfahren iſt. Man hat es dem alten Adel immer zum Vorwurfe gemacht, daß er uns Bürgerliche wie Parias vermeide; dieſe Einladung bezeugt, daß auch er mit der Zeit fortgeſchritten iſt. Nun, wir werden ihm keine Schande machen. Hen⸗ riette, Du wirſt heute beſondere Sorgfalt auf Deine Toilette verwenden.“
Er überreichte der Tochter die Karte, welche die⸗ ſelbe mit freudezitternden Händen in Empfang nahm.
„Auch Ihr, Eugen,“ fuhr der Banquier fort,„ſeid. geladen.“
Er hielt dem Jüngling eine zweite Karte hin, und fügte nicht ohne Selbſtgefälligkeit hinzu:„Der Name Normand ſcheint in gewiſſen hohen Eirkeln kei⸗ nen ganz üblen Klang zu haben.“
„Ich danke,“ ſprach Eugen, die Einladung kalt zurückweiſend,„ich werde bei der Gräfin Saint Amand nicht erſcheinen.“
„Seid Ihr klug, Neffe,“ frug im Tone höchſten Erſtaunens der Banquier,„eine ſolche Auszeichnung wolltet Ihr thörichterweiſe zurückweiſen?“
„O kommt mit, Eugen,“ bat Henriette,„ich werde ſonſt in dieſer hohen Geſellſchaft gewiß ganz verlaſſen daſtehen.“
„Gute Gründe nöthigen mich, die Einladung ab⸗ zulehnen,“ beharrte der Cuuſin.
„Gute Gründe?“ fuhr der Banquier unmuthig her⸗ aus,„darf man nach dieſen guten Gründen ſich er⸗ kundigen?“


