Teil eines Werkes 
13. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 1. Band (1854)
Entstehung
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unter ſeinen Königen beſeſſen hat, weil eine tapfere Nation nie verfällt, wenn ſie die Reihe getroffen hat, Unfälle in einem hartnäckigen und blutigem Kampfe zu erleiden, in welchem ſie mit ihrer gewohnten Kühn⸗ heit geſtritten hat.

Aber die Mächte wollen ebenfalls glücklich und ruhig ſein. Sie wollen einen Friedenszuſtand, der durch eine weiſe Vertheilung der Kräfte, durch ein gerechtes Gleichgewicht künftighin ihre Völker vor den unzähligen Unglücksfällen bewahre, die ſeit zwanzig Jahren auf Europa gelaſtet haben.

Die verbündeten Mächte werden nicht eher die Waffen niederlegen, als bis ſie dieſen großen und wohlthätigen Zweck, den edeln Gebrauch ihrer An⸗ ſtrengungen, erreicht haben. Sie werden nicht eher die Waffen niederlegen, als bis der politiſche Zuſtand Europa's von Neuem befeſtigt worden iſt; als bis unwandelbare Grundſätze ihre Rechte über eitele An⸗ ſprüche wieder erlangt haben und die Heiligkeit der Verträge einen wahrhaften Frieden Europa endlich zugeſichert hat.

Eugen hatte mit großer Aufmerkſamkeit dem Ver⸗ leſen dieſes wichtigen Documentes zugehört, dann ließ er ſich daſſelbe geben und begann es nochmals zu überleſen. Aber je länger er las, deſto umwölk⸗ ter ward ſeine Stirn. Endlich warf er das Papier ziemlich zornig auf den zunächſtſtehenden Tiſch.

Nun, frug der Banquier gereizt,es klingt dem Herrn Ordonnanzofficier der großen Armee wahrſchein⸗ lich zu friedlich? Allerdings, mit den Avancements dürfte es künftig ſeine größeren Bedenklichkeiten ha⸗ ben als zeither. Wo der Feind ſelbſt eine ſo fried⸗ liche und humane Geſinnung manifeſtirt, geht es mit

Krieg und Soldatenregiment zu Ende.

Stolle, ſämmtl. Schriften. XIII. 2