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cher rückt mit ſeinen Schleſiern, gleichfalls eine Baga⸗ teile von hunderttauſend Mann, gegen die Champagne, und damit der Maus ja kein Loch zum Entſchlüpfen bleibt, kommt Freund Bernadotte mit der ſogenannten Nordarmee die Niederlande herauf. Bei der Nachricht von Caulaincourt's fehlgeſchlagener Miſſion ſind die Vierprozentigen mit Einem Wetterſchlage um ſechs Prozent gefallen; die andern Papiere ſtürzten wie toll nach. Ich liege wie im Fieber und wundre mich nur, nicht ſelbſt vom Schlage getroffen worden zu ſein ob⸗ der außerordentlichen Hiſtorien. Aber wer iſt Schuld an dem Malheur? Wer anders als Seine kaiſerlich königliche Majeſtät, welche Frankreich für ein Stück gepachtetes Land und ſeine Bewohner für Leibeigne hält, mit denen er machen kann was er will. Das kann ſo nicht fort gehen. Wir ſind nicht gelaunt, zum zehnten Male unſer gutes Blut für eine Sache zu vergießen, die nicht die unſere, ſondern die des Ehr⸗ geizes eines emporgekommenen Soldaten iſt
„O ſchmäht den Helden nicht,“ fiel Eugen mit Wärme ein,„und ſeid überzeugt, daß er gewiß Frie⸗ den macht, ſobald ſich's einigermaßen mit der Ehre Frankreichs vereinigen läßt.“
„Ehre Frankreichs?“ unterbrach der Banquier,„ich kenne dieſe Phraſe; ſie reicht grade hin, das ganze waffentragende Frankreich an das Meſſer zu liefern. Wir haben genug Schlachten gewonnen, daß unſre militäriſche Ehre vollkommen geſichert iſt; Unglück kann der tapferſten Nation widerfahren, das bringt keine Schande; und wenn wir unſere unmäßigen Eroberun⸗ gen herausgeben müſſen, ſo iſt dies nur ein gerechtes Gericht der Nemeſis, gegen das wir noch weniger zu murren befugt ſind. Wir bleiben darum die alten Franzoſen, geachtet und gefürchtet. Aber ich weiß


