„Muß bedauern,“ rreplicirte der Bilderhändler „die Auflage iſt für den Augenblick vergriffen.“
„Gib uns Bourbonen mit Thierköpfen,“ ſchrie das Volk immer aufgeregter.
„Die hohen Herrſchaften haben ja mit ihren eig⸗ nen ſchätzbaren Augen geſehen,“ entſchuldigte ſich der Bildermann,„daß jener hohe Kunſtfreund—“
„Was da,“ tobte der Haufe,„dieſer Coquin will dem Volke die Gegenſtände ſeines gerechten Haſſes *ntziehen. Nieder mit dem Royaliſten!“
Schon begannen mehre gewichtige Fäuſte an dem Stellwerke des Bilderkrams zu rütteln, als das Hül⸗ fegeſchrei des Bilderhändlers Gensd'armen herbei rief, welche die Ruhe und Ordnung bald wiederherſtellten.
„Wenn ich die Ehre hätte,“ ſprach Eugen, dem die kleine Emeute nicht wenig Spaß gemacht,„zu der heiligen Hermandad des Herzogs von Rovigo zu ge⸗ hören, ſo würde ich an dem Einkäufer der bourboni⸗ ſchen Portraits unſtreitig einen guten royaliſtiſchen Fang gemacht haben.“
Kaum hatte der Jüngling dieſe Worte geſprochen, als die Thür aufging und der Bangquier Normand ha⸗ ſtig in's Zimmer trat.
„Da haben wir die Beſcheerung,“ rief dieſer im Ton⸗ getänſchter Erwartung,„nun ſind alle ſchönen Friedenspläne wieder verſenkt im Meere, wo's am tief⸗ ſten. Der Luftteufel hat ſie geholt. Caulaincvurt iſt geſtern Abend unverrichteter Sache von Frankfurt in den Tuilerien eingetroffen. Die Präliminarien ſind ſo gut wie abgebrochen; Alles ſteht zehnmal ſchlim⸗ mer wie zuvor. Wellington iſt im Begriff über die Pyrenäen zu ſteigen; Schwarzenberg bricht aus der Schweiz hervor mit einem Häuflein von beiläufig zweimalhunderttauſend Mann erleſener Krieger; Blü⸗


