Teil eines Werkes 
13. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 1. Band (1854)
Entstehung
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Das gebe der Himmel, erwiederte Eugen,daß der Friede einer Invaſion zuvorkommt; außerdem kann unſer ſchönes Vaterland, wenigſtens die weſtlichen Provinzen, leicht zum Kriegsſchauplatze werden.

Aber Du bleibſt nun bei uns? frug angelegent⸗ lich die Coufine;Du haſt Dich genug mit Ruhm bedeckt. Ein ferneres Zuſammentreffen mit den ſauer⸗ töpfiſchen Deutſchen würde Dich vollends zum Bar⸗ baren machen.

Deutſchland iſt das Land der Philoſophen, ſprach der Jüngling mit düſterm Lächeln;wer da nicht zum Philoſophen wird, wird es nirgend; auch ich bin ein ſolcher geworden.

Brauchſt Dich nicht dafür zu bedanken, fiel Henriette ſchnell ein;als die deutſche Philoſophie Dich noch nicht beim Schopfe hatte, warſt Du weit

liebenswürdiger.*

Die Beiden waren an das Fenſter getreten und hinab.

O Himmel, rief Henriette,ſchon wieder ein Paar Stelzfüße, und der eine iſt noch ſo blutjung. Dann umfaßte ſie mit ſchweſterlicher Liebe den Couſin, und ſprach mit weicher Stimme,wie müſſen wir Gott danken, daß er Dich geſund erhalten.

Ja, ſprach der Jüngling,ein Wunder iſt mir es ſelbſt. Zu Tauſenden fielen die Brüder rings umher.

Der Kaiſer muß wirklich Frieden machen, meinte traurig das Mädchen.

Er wird es auch, erwiederte Eugen,wenn man ihm nicht gar zu harte Bedingungen vorſchreibt.

Die beiden Invaliden hatten bei einem Bilder⸗ händler Halt gemacht, der am Hauſe gegenüber ſei⸗ nen Kram aufgeſchlagen und mit großem Geſchrei ſeine Waare an den Mann zu bringen ſuchte.