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Auf der Straße nach Lindenau hält der Kaiſer an. Düſter weilen ſeine Blicke auf der retirirenden Armee, die in den ſchönen Frühlingstagen mit ſieg⸗ funkelnden Adlern auf derſelben Straße daherſtürmte. Noch einmal ſchaut er zurück nach den Thürmen und Zinnen von Leipzig. Dann wendet er ſein Roß. Er ſah dieſe Stadt nicht wieder.
Unterdeß wird der Kampf um die Vorſtädte im⸗ mer tobender. Marmont, Ney, Maedonald, Lauriſton und Poniatowski kämpfen wie die alten Götter gegen das ſtürmende Europa. Nur Schritt vor Schritt ziehen ſich die von allen Seiten gepackten Löwen zu⸗ rück. In Bächen ſtrömt das Blut, die Leichen der Stürmenden häufen ſich an allen Mauern. Bei der Fabrik Pfaffendorf findet das ganze ruſſiſche Regi⸗ ment Archangel ſeinen Untergang.
Schon brechen die Schaaren Europa's und Aſiens zu allen äußern Thoren herein. Keine menſchliche
Macht vermag ſie aufzuhalten.
Eugen hält ſich mit ſeiner Voltigeurcompagnie noch immer auf dem Petersſteinwege. Die jungen Leute verrichten Wunder der Tapferkeit. Da brechen feindliche Colonnen aus einer Seitengaſſe hervor und fallen ihnen in den Rücken. Das Häuflein verſchwin⸗ det wie eine Welle im Meer.
Der Fürſt von der Moskwa, welcher am Peters⸗ thore hält, gibt dieſe Braven verloren. Eugen ruft den Seinen zu:„Dort iſt Frankreich!“ und zeigt mit dem Degen nach der Gegend des Heimathlandes. Dieſer Ruf begeiſtert die jungen Franzoſen zur außer⸗ ordentlichſten Tapferkeit. Sie ſchlagen ſich glücklich durch und langen beim Marſchall mit dem Rufe an: „Ah, Fürſt, wir find alle Kinder von Paris!“
Da ſpringt Ney vom Pferde, umarmt Eugen,
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