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Begriff von deutſcher Freiheit. Gott verzeihe mir, wenn ich ihnen Unrecht thue, aber in den Koſaken habe ich nie Freiheitbringer erblicken können. Die Anti⸗ pathie liegt mir im Blute. Ich kann nicht dafür. Mit nächſter Gelegenheit ſchiffen wir uns nach Amerika ein.“
Eugen hatte wie im Traume zugehört. Da wir⸗ belten die Trommeln; er mußte zu ſeinem Regimente. Noch einmal hielten ſich die Freunde umarmt, und der junge Franzos ſtürzte, Clärchen's Vermächtniß in der Hand, wie betäubt dem Bivouakfeuer zu.—
um acht Uhr des Abends reitet der Kaiſer nach Leipzig zurück und ſteigt im Hotel de Pruſſe am Roßplatze ab.
Die franzöſiſche Armee verläßt alle ihre Stellun⸗ gen und tritt den Rückzug an.
Am Morgen des neunzehnten Oetobers erſcheint der Marſchall Poniatowski bei Napoleon, um ſich Be⸗ fehle zu holen.
„Prinz,“ ſpricht der Kaiſer,„Sie werden die ſüdliche Vorſtadt vertheidigen.“
„Sire,“ erwiederte mit Beſcheidenheit der Held, „nur wenig Mannſchaft iſt mir verblieben.“
„Nun,“ verſetzt Napoleon,„ſo vertheidigen Sie ſich mit dem, was Sie haben.“
„Ach, Sire!“ ruft Poniatowski in ſchöner Be⸗ geiſterung,„wir bleiben Alle getreu, wir ſind Alle bereit für Ew. Majeſtät zu ſterben.“
Es waren die letzten Worte, welche der edle Pole zu ſeinem Kaiſer ſprach.
Bei der Nachricht von dem Rückzuge der Fran⸗ zoſen erhebt ſich ein Freudengeſchrei im Lager der Verbündeten. Alle ihre Colonnen brechen auf und ſtürmen gegen die Thore von Leipzig.
Aber hier und in den Vorſtädten beginnt der Kampf furchtbarer, wüthender denn je. Jeden Fuß
breit Bodens vertheidigen die Franzoſen, jedes Haus


