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lungen der Ebene beſetzt, im Rücken eine große Stadt. Sollte es auch den Verbündeten gelingen, ſo gut un⸗ terſtützte Linien zu durchbrechen, ſo kann man ſich noch hinter den Mauern, Sümpfen ſo lange halten, bis wenigſtens die Maſſe der Armee auf der Straße von Lützen und Weißenfels ihren Rückzug zu Stande gebracht hat.
Der Kaiſer überkegt und berechnet alle Verhält⸗ niſſe. Er fühlt ſich ſtark genug, den Sieg noch ein⸗ mal ſtreitig zu machen.
Indeß je länger der Rieſenkampf dauert, deſto zahlreicher werden die Armeen der Verbündeten. Das franzöſiſche Lager erwartet nur noch das ſchwache Corps des Generals Reynier. Auf der feindlichen Seite ſoll die Zahl der Kämpfenden durch die An⸗ kunft von drei neuen Armeen beinahe verdoppelt wer⸗ den. Die Colonnen Bernadotte's, Colloredo's und Benningſen's rücken in Eilmärſchen auf drei verſchie— denen Seiten gegen Leipzig vor.
Während Napoleon in tiefem Nachſinnen vor ſei⸗ nen Karten ſteht, wird der gefangene General Meer⸗ feld in's Zelt geführt.
Dieſer Krieger iſt ein alter Bekannter. Er wär der Abgeſandte, welcher den berühmten Waffenſtill⸗ ſtand von Leoben geſchloſſen; er war es, der, als Un⸗ terhändler von Campo Formio, von Wien den Frie⸗
den zurückbrachte; er iſt es endlich, der in der Nacht
von Auſterlitz das mit Bleiſtift geſchriebene Billet und die erſten Waffenſtillſtands-Anträge überbrachte, wor⸗ an vielleicht das Schickſal der beiden Kaiſer ge⸗ knüpft war.
Ein ſonderbares Geſchick führt dieſen General gerade in einem Augenblicke zu Napoleon, wo dieſer Waffenſtillſtand und Frieden nöthiger denn je hat. Der


