Teil eines Werkes 
12. Band, 1813 : historischer Roman : 3. Theil (1854)
Entstehung
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mit ſeiner Armee fünf Stunden lang dem Feuer von hundert Kanonen ausgeſetzt war, hat die empfindlich⸗ ſten Verluſte erlitten. Der Kern der trefflichſten Ma⸗ rine⸗Regimenter hat hier ſeinen Untergang gefunden. Raguſa ſelbſt befindet ſich unter den Verwundeten.

Nach der Anſicht des Kaiſers liegt das Unglück des Tages auf dieſer Seite in den beiden Diviſionen Souham, welche wegen Ungewißheit der Befehle den ganzen Tag über zwiſchen den beiden Schlachten ſchwebten, ohne bei der einen oder andern das Ge⸗ wicht von fünfzehntauſend Tapfern in die Waagſchale legen zu können.

Auf die Berichte des Fürſten von der Moskwa folgen die des General Bertrand.

Die Oeſterreicher beabſichtigten den Rückzug beim Dorfe Lindenau abzuſchneiden. Bereits waren die Elſterbrücken in ihrer Gewalt; da führte General Ber⸗ trand, erkennend, was es hier gelte, ſeine Bataillone zum Sturme heran, warf die Oeſterreicher zurück und eroberte dem franzöſiſchen Heere die Rückzugslinie.

Ueberhaupt waren an dem blutigen Tage Generale und Soldaten von der heldenmüthigſten Hingebung beſeelt. Augereau, Ney, Victor, Marmont, Macdo⸗ nald, Lauriſton haben ſich ihres alten Rufs würdig gezeigt und Poniatowski erkämpfte ſich den Marſchalls⸗ ſtab. Der Kaiſer ließ ihm auf dem Schlachtfelde die Inſignien überreichen.

Napoleon ſitzt in ſeinem Cabinet, die ihm ver⸗ bleibende Streitmacht mit den ſich ſtets vermehrenden feindlichen Maſſen berechnend. Die Zahl ſeiner Trup⸗ pen wird immer ſchwächer, dafür kommt ihm das Ter⸗ rain mehr als anderswo zu ſtatten. Die franzöſiſchen Flügel ſtützen ſich an zwei Flüſſe, die Pleiße und die Parthe, das Centrum hält die beherrſchenden Stel⸗