Teil eines Werkes 
12. Band, 1813 : historischer Roman : 3. Theil (1854)
Entstehung
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Zu gleicher Zeit ranſchen die Wolken von Seba⸗ ſtiani's Reiterei in die Ebene vor und fallen den Verbündeten in die Flanken.

Napoleon, der auf die Anhöhe bei der Ziegelhütte zurückſprengt, iſt ſehr heiter.

Reiten Sie zum König von Sachſen, ruft er dem nächſten Adjutanten zu,ſagen Sie ihm, daß Alles gut gehe, daß wir Anhöhen und Dörfer genom⸗ men hätten. In der Stadt und Umgegend ſoll man die Glocken läuten, der Armee unſern Sieg zu ver⸗ künden.

Die Verbündeten ſind auf allen Punkten zurück⸗ gedrängt. Napoleon rüſtet ſich jetzt zu entſcheidenden Schlägen. Es gilt das feindliche Centrum zu durch⸗ brechen.

Der König von Neapel erhält Befehl mit der Cavallerie hervorzuſtürmen. Latvur⸗Maubourg und Kellermann mit ihren Schwadronen wenden ſich rechts und links zur Umgehung der Linie der Verbündeten. In demſelben Augenblicke ſtürmt das franzöſiſche Cen⸗ trum vorwärts. Man erſtürmt die Schäferei Auen⸗ hain und das Dorf Goſſa und erobert ſechsundzwan⸗ zig Kanonen. Der Stoß iſt furchtbar, die franzöſiſche Cavallerie wirft Alles nieder. Schon beginnt das feindliche Centrum zu wanken, es iſt auf das Hef⸗ tigſte erſchüttert. Einen Augenblick noch, und es iſt durchbrochen, und die Schlacht für die Verbündeten entſchieden verloren da ſprengt der Kaiſer Alexan⸗ der, die furchtbare Größe der Gefahr erkennend, per⸗ ſönlich herbei. Er giebt dem Gardekoſakenregiment, das ſeine Bedeckung bildet, den Befehl anzugreifen. Dieſer herzhafte Entſchluß rettet die Schlacht. Von der Gegenwart ihres Kaiſers begeiſtert, bricht dieſe erleſene Schaar vor und thut Wunder der Tapferkeit.