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zöſiſchen Flügel bildet, über das Dorf Holzhauſen ſchnell in die Ebene vorzurücken. Zu gleicher Zeit erhält die geſammte junge Garde Befehl zum Auf⸗ bruch. Zwei Diviſionen derſelben ſchwenken links ab, zur Unterſtützung des linken Flügels, zwei andere eilen dem rechten zu Hülfe, eine dritte Colonne rückt im Centrum vor. Lauriſton und Treviſo brechen mit gefälltem Bayonnette aus Liebertwolkwitz hervor. Bel⸗ lunv und Reggio aus Wachau und einhundert und fünfzig Kanonen der Garde unterſtützen dieſe Angriffe.
Es iſt Mittag. Die Kanonade iſt auf der Haupt⸗ linie fürchterlich. Plötzlich beginnt auch die Erde in der Gegend von Möckern und Lindenau zu beben. Der unermüdliche Blücher hat den Herzog von Ra⸗ guſa angegriffen, Bertrand iſt mit den Oeſterreichern zuſammengetroffen. Auf allen Orten wird gekämpft. Im Zwiſchenraume von einer Meile werden drei Schlachten zu gleicher Zeit geliefert.
Das öſterreichiſche Centrum iſt faſt eine Stunde weit zurückgedrängt, der linke franzöſiſche Flügel un⸗ ter Macdonald bis an die ſogenannte Schwedenſchanze vorgedrungen. Der Kaiſer kommt mitten im Feuer hier angeſprengt. Ein leichtes Infanterieregiment ſteht am Fuße der Schwedenſchanze.
„Welches Regiment?“ fragt ſogleich Napolevn.
„Sire,“ antwortete der General Charpentier,„es iſt das zweiundzwanzigſte leichte.“
„Unmöglich!“ ruft der Kaiſer,„das zweiundzwan⸗ zigſte leichte würde nicht, Gewehr in Arm, ſich zu⸗ ſammenſchießen laſſen.“
Ein donnerndes„Vive l'empereur!“ iſt die Ant⸗ wort der Soldaten, und im Augenblicke ſtürmen die
durch die Gegenwart des Kaiſers Begeiſterten die
feindliche Redvute.


