Teil eines Werkes 
12. Band, 1813 : historischer Roman : 3. Theil (1854)
Entstehung
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gearbeitet und Befehle dictirt hat, nach Liebertwolk⸗ witz fährt. Auf einem Hügel in der Nähe dieſes Fleckens empfängt ihn der König von Neapel. Der Kaiſer iſt ausgeſtiegen und beobachtet mit einem klei⸗ nen Fernglaſe die Formirung der feindlichen Angriffs⸗ colonnen, auf welche ihn der König von Neapel auf⸗ merkſam macht. Sogleich werden die Pferde herbei⸗ geführt und der Kaiſer verläßt mit ſeinem Gefolge langſam die Höhe.

In demſelben Augenblicke verkünden drei regelmä⸗ ßige Signalſchüſſe aus grobem Geſchütz die Eröffnung der Schlacht von Seiten der Verbündeten. Die Ku⸗ geln fliegen über die kaiſerliche Suite hinweg und ſchlagen in ein etwas rückwärts haltendes Cuiraſſier⸗ regiment und in die kaiſerliche Garde.

Da beginnt mit einem Male die furchtbarſte Ka⸗ nonade und wird ununterbrochen fünf ganzer Stunden lang von beiden Seiten fortgeſetzt. Die Ruſſen und Oeſterreicher dringen mit außerordentlicher Tapferkeit vor. Sie ſtürmen die Dörfer Markkleeberg, Wachau und Liebertwolkwitz und bringen die ganze franzöſi⸗ ſche Linie zum Weichen. Napoleon, der von dem kleinen Hügel neben der Meusdorfer Ziegelei die Schlacht leitet, bleibt ganz ruhig. Er befiehlt den neben Liebertwolkwitz aufgeſtellten zahlreichen Batte⸗ rien zu feuern; neue franzöſiſche Angriffscolonnen dringen vor. Die genannten Dörfer des Centrum werden wieder genommen. Während im Mittelpunkte das Geſchütz wüthet, praſſelt unaufhörlich auf den Flanken das Rotten⸗ und Pelotonfeuer.

Nachdem die Verbündeten von den furchtbaren An⸗ griffen ermüdet zurückweichen, ergreift Napoleon die Offenſive. Er befiehlt dem Herzoge von Tarent, wel⸗ cher mit der Cavallerie Sebaſtiani's den linken fran⸗ 14*