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ſamer Schmerz zog ſich über ſein Geſicht.„Clärchen trägt wohl den Tod im Herzen. Daß Eugen ohne Abſchied von dannen ging, hat das Kind im Inner⸗ ſten verwundet. Sie liebte den Jüngling mit aller Macht ihres jungen Lebens. Sie glaubt ſich treulos verlaſſen, und ich ſah deutlich, wie ſie ſich im In⸗ nern verblutete. Nun iſt das böſe Nervenfieber dazu⸗ gekommen, und das Geſicht des Arztes wird mir täg⸗ lich bedenklicher.“
„Sie wird geneſeu,“ tröſtete Hoffmann;„es wer⸗ den beſſere Zeiten kommen. Wir werden Alle noch froh werden;“— und er entfaltete begeiſtert ein lä⸗ chelndes Bild von Frieden, Glück und Heiterkeit nach langer, blutiger Kerkernacht, ſobald nur der Napoleon am Boden liege.
Ruffus hatte keine Aufmerkſamkeit für des Muſi⸗ kers Phantaſiebilder. Er ſtand im düſtern Schweigen.
„Wenn mir das Mädchen ſterben ſollte—“ ſprach er nach einer Pauſe, und der unverholenſte Schmerz erſtickte ſeine Stimme.
Hoffmann tröſtete. Vergebens, ein tiefer Seelen⸗ ſchmerz, wie man noch nie an ihm bemerkt, hatte ſich des jungen Mannes bemächtigt.
Cilftes Rapitel.
E⸗ iſt Morgens in der achten Stunde, am 16. Oe⸗ tober, als Näpoleon aus ſeinem Hauptquartiere zu Reudnitz, wo er faſt die ganze Nacht ununterbrochen


