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die Rückzugslinie bedroht ſei. Der Kaiſer ſcheint zwi⸗ ſchen zwei Entſchlüſſen zu kämpfen. Er zieht mehre Generale zu Rathe. Er erörtert und geht alle ſeine Berechnungen mit ihnen durch.
Endlich nach langem Schwanken iſt ein Sandkorn binreichend, der Waagſchale den Ausſchlag zu geben.
Berthier tritt eilig in's Zimmer. Er hält ein klei⸗ nes Billet aus München in ſeiner Hand. Der Abfall Baierns iſt entſchieden. Der König wurde ſchneller, als er glaubte, in denſelben hineingezogen.
Dieſes Ereigniß gibt neuen Stoff zu Vorſtellungen an den Kaiſer.
„In dem Augenblicke,“ ſagen mehre ſeiner bedeu⸗ tendſten Generale,„wo Ew. Majeſtät Ihre Concentra⸗ tionsplane auf Magdeburg beſchloſſen hatten, konnten wir vielleicht, ohne zu großen Nachtheil, noch einige Zeit von Frankreich entfernt bleiben. Seit Baierns Abfall hat ſich Alles geändert. Muß man jetzt nicht den Abfall Würtembergs, Badens, Heſſens ſtündlich erwarten? Die öſterreichiſche Armee am Inn befindet ſich ohne Zweifel bereits auf dem Marſche gegen den Rhein. Das baieriſche Heer braucht nur zu folgen. Sie werden Alles, was ſich ihnen entgegenſtellt, mit fortreißen, unſere Grenzen bedrohen und überſchreiten. Jetzt iſt es dringende Nothwendigkeit, daß wir uns denſelben nähern. Die Umſtände gebieten es.“
Der Kaiſer geht mit finſtrer Stirn im Zimmer auf und ab.
„Der Abfall Baierns,“ ſpricht er endlich,„iſt kein Beweggrund. Ich habe ihn bereits bei meinen Com⸗ binationen auf Berlin erwogen.“
Es erfolgt eine lange, tiefe Pauſe. Von Seiten der Marſchälle werden abermals Zweifel und Bedenk⸗ lichkeiten laut. Der Kaiſer hat, mit einem Entſchluſſe


