Teil eines Werkes 
12. Band, 1813 : historischer Roman : 3. Theil (1854)
Entstehung
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Uhr verläßt er Dresden. Der König von Sachſen folgt ihm in wenig Stunden.

Der Kaiſer wendet ſich nach Eilenburg, wo er auf Blücher ſtößt, der erſchrocken hinter die Mulde zurück⸗ weicht, wo ihn Bernadotte erwartet. Berlin wird hier⸗ durch entblößt. General Reynier rückt in Eilmärſchen nach Wittenberg, hebt die Belagerung von Bülow auf, ſetzt über die Elbe, umgeht auf dem rechten Ufer die Werke, welche Bernadotte auf dem linken errichtet hatte, und bemächtigt ſich der beiden von den Ver⸗ bündeten geſchlagenen Elbbrücken. Eine andere fran⸗ zöſiſche Diviſion folgt auf dem linken Ufer der wohl⸗ berechneten Bewegung und vertreibt die Preußen aus Deſſau. General Bertrand bemeiſtert ſich der Brücken bei Wartenburg, wo Blücher über die Elbe gegangen. Man ſchneidet alle Communication des Letztern mit

Bernadotte ab. Gepäck und Cuuriere fallen in die

Hände der Franzoſen, und von den Ufern der Elbe erhebt ſich plötzlich ein Sturmwind von Unordnung und Entſetzen, der ſchnell über das ganze nördliche Deutſch⸗ land dahinrauſcht.

Unterdeß verweilt der Kaiſer in dem kleinen von Waſſer umgebenen Schloſſe zu Düben, auf Nachrichten von der Elbe wartend. Er ſitzt faſt ganz geſchäftslos vor einem großen Tiſche, auf dem ein Bogen weißes Papier liegt, das er mit großen Fracturzügen anfüllt. Sein Geograph d'Albe und ſein Secretair ſitzen gleich⸗ falls unthätig in der Ecke und warten auf Befehle. Der Fürſt von der Moskwa und der Fürſt von Neuen⸗ burg gehen ab und zu. Ihre Blicke verrathen große Befangenheit. Der kühne Plan des Kaiſers auf Ber⸗ lin hat im Hauptquartiere allgemeine Niedergeſchlagen⸗ heit erregt. Man beſtürmt Napoleon, davon abzuſtehen und ſich nicht weiter von Frankreich zu entfernen, da