Teil eines Werkes 
12. Band, 1813 : historischer Roman : 3. Theil (1854)
Entstehung
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nutzen. Leider ward dieſe durch die Aufmerkſamkeit der franzöſiſchen Aufpaſſer verhindert und die Unglück⸗ lichen vor ein Kriegsgericht geſtellt, welches ſie nach kurzen Debatten zum Tode verurtheilte.

Dieſer Todesmorgen war erſchienen und die drei Märtyrer der deutſchen Freiheit ſchritten ſo männlich und gefaßt zwiſchen den fremdländiſchen Schergen, daß ſie letztern ſelbſt eine Ehrfurcht abzwangen.

Es war gewiß ein ſchmerzliches Gefüht, ſo nah an der erſehnten Freiheit des Vaterlandes die Bruſt den mörderiſchen Kugeln eines fremden Despotismus bieten zu müſſen; aber die Edeln gedachten der Tau⸗ ſende, die für dieſelbe Freiheit freudig in den Tod ge⸗ gangen, und darum ſchritten ſie ſo kecken Schrittes zwiſchen dem raſch dahin ſchreitenden Peloton und flehten nur zu Gott, daß ihr Blut das letzte ſein möge, was von fremder Tyrannei in dem geknechteten Deutſchland vergoſſen würde.

Der Prediger, der neben den Todesopfern einher⸗ ging, bemühte ſich vergeblich, ſie vom Irdiſchen abzu⸗ ziehen und dem Himmliſchen zuzuwenden; denn die Ge⸗ danken der Jünglinge befanden ſich da, wo ihre Brü⸗ der kämpften für die Freiheit und Ehre des Vater⸗ landes.

Schon war man eine ziemliche Strecke vor's Thor, als die Colonne Halt machte. Die Grenadiere formir⸗ ten ſich zur todgebenden Salve. Der Geiſtliche ſtrengte ſeine ganze Beredtſamkeit an, den theuern Landsleuten den ernſten Schritt, den ſie zu thun im Begriff ſtan⸗ den, ſo leicht als möglich zu machen. Schon brachte ein Unteroffizier weiße Tücher zum Verbinden der Au⸗ gen. Schon knieten die Märtyrer auf dem gelben Sande, die letzten Troſtesworte der Religion verneh⸗ mend. Schon nahte ſich dus erſte Peloton ſchußfertig