Teil eines Werkes 
12. Band, 1813 : historischer Roman : 3. Theil (1854)
Entstehung
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den Zirkel in der Hand, alle⸗Strahlen, welche von Dresden ausgehen und in militairiſcher Hinſicht von Intereſſe ſind. Er berechnet ſie mit der größten Auf⸗ merkſamkeit und immer kehrt ſein Blick auf die Um⸗ gebungen der ſächſiſchen Reſidenz zurück.

Dieſe Stadt, ſpricht er,dürfte der erſte Richt⸗ punkt der feindlichen Operationen werden. Sie muß in Stand geſetzt werden, den Stoß auszuhalten.

Die Elbe fließt bei ihrem Austritt aus Böhmen in die Gefilde Sachſens durch ungeheuere Felsmaſſen, welche das Flußbett verengen und ihren Lauf beherr⸗ ſchen. Die Gipfel derſelben ragen weit über das Thal hervor. Auf dem rechten Ufer ſteht der Lilienſtein, auf dem linken der Königſtein.

Das ſind zwei vorgeſchobene Schildwachen von Dresden, erklärt Napolevn,der Fuß des Lilien⸗ ſteins muß mit Geſchütz beſetzt werden. Unter dem Schutze dieſer zwei furchtbaren Felsmaſſen werden Brücken geſchlagen, welche nicht nur eine unmittelbare Communication zwiſchen beiden ufern, ſondern auch zwiſchen der Armee von Schleſien und derjenigen er⸗ öffnen, die gegen Böhmen aufzuſtellen ſein wird.

Der Kaiſer beſchränkt ſich aber nicht auf die Be⸗ feſtigung von Dresden und der Umgegend, er will die franzöſiſche Armee längs der ganzen Elblinie auf⸗ ſtellen. Die äußerſten Enden dieſer Poſition ſind Dresden und Hamburg, inmitten die Feſtungen Tor⸗ gau, Wittenberg, Magdeburg, alle in franzöſiſcher Gewatt.

Der Kaiſer ertheilt Befehl, dieſe Veſten ſchleunigſt in den beſtmöglichſten Vertheidigungsſtand zu ſetzen. Sein Blick fällt wieder auf Hamburg. Dieſer Punkt nimmt ſeine ganze Aufmerkſamkeit in Anſpruch. Er verlangt nach einem Plane dieſer' Stadt.