Teil eines Werkes 
12. Band, 1813 : historischer Roman : 3. Theil (1854)
Entstehung
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haben. Dann ſtänden wir dem Frieden näher, auch ohne Oeſterreichs Vermittelung.

Sire, erwiederte der Fürſt von Neufchatel,un⸗ ſere junge Armee bedurfte nach den außerordentlichen Strapazen der Ruhe. Während der Waffenruhe wird ſie ihre Organiſation vollenden, unſere Verſtärkungen, namentlich die Reiterſchwadronen, deren wir ſo be⸗ dürftig, treffen ein. Auch war es rathſam, unſere Communicationslinie nicht zu weit auszudehnen.

Pah, pah, Communicationslinie! lachte der Kaiſer,das alte Lied, das Euch Allen ſeit Rußland in den Ohren ſummt. Jeder Schritt, der weiter von Frantreich entfernt, erfüllt die Phantaſie mit Bildern des Schreckens. Ich ſehe ſchon, meine Herren, daß Sie den Krieg nicht lieben. Berthier möchte gern zu Groß⸗Bois jagen und Suult ſein ſchönes Haus zu Paris bewohnen.

Allerdings, Sire, geſtand der Marſchall von Dalmatien freimüthig,ich kenne die Freuden der Hauptſtadt nur wenig.

Nun, Ihr ſollt den Frieden haben, erwiederte Napoleon,die Welt bedarf ihn. Ich werde große Opfer nicht ſcheuen, ihn zu erlangen. Aber meinen Friedensworten Eingang zu verſchaffen, bedarf's der Rüſtung. Auch wir wollen die Waffenruhe ſo viel als möglich benutzen.

Er ging nach ſeinem Cabinet. Soult und Berthier folgten.

Zu den Landkarten von Sachſen und Schleſien ward jetzt noch die große Karte Böhmens von Müller gelegt. Napoleon unterſucht alle Ausgänge dieſes Landes auf die Ebene von Dresden und nach Thü⸗ ringen; alle Straßen, welche von Berlin nach Breslau und von Breslau nach Prag führen. Er durchläuft,