den gewöhnlich artige Motti und Deviſen aus fran⸗ zöſiſchen Dichtern. Wenn Clärchen die Serviette von ihrem Teller nahm, lag gewiß ein Pariſer Bonbon mit zierlichem Bildchen und Deviſe darunter. Eugen, voll angeborner Galanterie, hatte ſich anfänglich auch gegen Anna ähnliche anmuthige Scherze erlaubt, war aber von der patrivtiſchen Schönen dermaßen zurück⸗ gewieſen worden, daß er die Blumen- und Bonbon⸗ ſpenden einſtellte.
Clärchen, die nicht begriff, warum ſie ſich derglei⸗ chen anmuthige Aufmerkſamkeiten verbitten ſollte, hatte deshalb einen harten Stand bei der Schweſter.
Nach der Mittagstafel begab man ſich in den Gar⸗ ten, wo Jerome die kleine Geſellſchaft durch Beſchrei⸗ bung ſeines ſchönen Vaterlandes auf das Angenehmſte unterhielt.
Z3weites Rapitel.
— In einem Gartenpavillon des Marcoliniſchen Palaſtes zu Friedrichſtadt⸗Dresden ging Napoleon mit Berthier und Marſchall Soult im Geſpräch auf und nieder. Der öſterreichiſche Graf Bubna, welchem der Kaiſer Andienz ertheilt hatte, war ſo eben abgetreten. „Was meinen Sie, Berthier,“ ſprach der Kaiſer, „wir hätten keinen Waffenſtillſtand eingehen ſollen? Oeſterreich wird ihn benutzen, ſeine Rüſtungen vollen⸗ den und gegen uns auftreten. Ich würde den Ver⸗ bündeten eine dritte Schlacht an der Oder geliefert


