ſelbſt Familiennachrichten mittheilten. So hatte auch Ruffus des Nordamerikaner Georg's, ſo wie der mu⸗ thigen Victorine Schickſal erfahren. Auch des alten Gardiſten Michel Barbanegre geſchah jetzt Erwähnung.
„Das trifft ſich herrlich,“ rief Ruffus erfreut,„da kann er bei uns wohnen. Wie ich geſtern erfuhr, tommt die Fulminatrix ganz in unſere Nähe, da in Friedrichſtadt, wo der Kaiſer wohnt, die geſammte alte Garde nicht Raum hat. Auch ich habe mehr⸗ mals von dem alten Helden ſprechen hören. Der muß erzählen können! Er hat nicht nur faſt allen Schlach⸗ ten des Kaiſerreichs und des Conſulats beigewohnt, er hat ſchon bei Valmy, bei Jemappes als Republi⸗ kaner gefochten. Uebrigens bin ich gekommen, die Herren zur Mittagstafel einzuladen.“
Die Drei begaben ſich in das Speiſezimmer, wo Clärchen die gute und ſchöne Wirthin machte. Die beiden Franzoſen waren durch ihr beſcheidenes, an⸗ ſpruchsloſes und höchſt liebenswürdiges Weſen der Fa⸗ milie des Geheimraths ſo befreundet geworden, daß man ſie ſehr häufig zu Tiſche bat. Hauptſächlich war es Jerome, der durch ſeine allſeitige Bildung der Un⸗ terhaltung ſtets Intereſſe zu verleihen wußte, während Eugen nur für Clärchen lebte, die er mit aller Macht ſeines jungen, feurigen Herzens anbetete.
Anna ſelbſt ſtand jetzt weniger ſchroff den beiden Jünglingen gegenüber, obſchon ſie Clärchen's ſichtbare Hinneigung zu Eugen entſchieden mißbilligte. Das arme Kind hatte deshalb viel zu dulden. Eugen war unerſchöpflich in kleinen reizenden Aufmerkſamkeiten. Es verging kein Motgen, daß er nicht ein ſchönes Roſenbvuquet oder ndere blühende Kinder Flora's überſchickte. Auf den ſeidenen Bändern und Schlei⸗ fen, womit er die Sträuschen zuſammen band, ſtan⸗
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