Teil eines Werkes 
12. Band, 1813 : historischer Roman : 3. Theil (1854)
Entstehung
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ſprach der Freund in einem Tone, der wie patrioti⸗ ſcher Vorwurf klang.

Ei was, erklärte der junge Franzos ziemlich naiv,ſie gehört ja zum Rheinbunde, ſie iſt unſere Verbündete, der König von Sachſen iſt des Kaiſers beſter Freund. Da ſeh ich nichts Unpatriotiſches. Nach einer Pauſe ſetzte er hinzu:Bei einer Preußin allerdings wär's etwas Anderes.

Jetzt konnte ſich Jerome des lauten Lachens nicht enthalten. Eugen, der ſich darüber ärgerte und in dem Wahne ſtand, der Freund glaubte nicht an ſeine Liebe, ſagte:

Immer lache; wer zuletzt lacht, lacht am beſten. Sobald Frieden iſt, komm' ich wieder und hole mein Clärchen.

Frieden, wie? frug erſtaunt lächelnd Jerome, muß ich dieſes Wort aus Deinem Munde hören?

Verſteht ſich, fügte Eugen ſchnell hinzu,eher nicht, bis die Ruſſen mit Eclat über die Weichſel ge⸗ worfen find, und das wird ſo lange nicht dauern. In Breslau ſtehen wir ſchon. Von da iſt es nicht weit.

Nun, Freund Eugen, ſprach Jerome,daß Du mit einem Mal ſo friedliebender Natur geworden biſt, freut mich wahrhaftig. Da harmoniren wir in einem Punkte mehr. Du weißt, ich, wie alle ver⸗ nünftigen Leute, ſind für den Frieden.

Ja, aber nur unter der Bedingung, gab Eugen zu,daß die Ruſſen bis hinter die Weichſel ſind, außerdem kann keine Rede davon ſein.

Ruffus kam jetzt den Gang daher. Eugen eilte ihm entgegen und erzählte von den guten Nachrichten aus Paris und Amerika. Die drei jungen Männer waren mit einander ſo vertraut geworden, daß ſie ſich

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