Teil eines Werkes 
12. Band, 1813 : historischer Roman : 3. Theil (1854)
Entstehung
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zu Deinem Armeecorps zu begeben; auch hier biſt Du noch nicht ſicher. Ich weiß ein allerliebſtes Neſtchen für Dich auf den Loſchwitzer Weinbergen. Hoffmann und ich beſuchen Dich ſo oft als möglich. Der Frühling iſt ſchön, und die Waffenruhe wird ſo lange nicht dauern. Schreib' auch den Clubiſten, daß Du wieder zur Armee gegangen ſeiſt, und beſuche die Ver⸗ ſammlung nicht mehr, die täglich in Gefahr ſchwebt, aufgehoben, todtgeſchoſſen, oder, wenn's gut geht, nach Frankreich transportirt zu werden. Gieb mir die Hand darauf, Reinhold, daß Du meine Bitte erfül⸗ len willſt.

Nimmermehr! rief dieſer, ſeine Hand zurück⸗ ziehend.Wenn unſrer Verbrüderung Gefahr droht, wär ich ein erbärmlicher Feigling, ſo ich dieſe nicht theilen wollte. Uebrigens ſeh' ich gar keine Gefahr. Nur Du ſiehſt überall Geſpenſter, das macht Dein ſteter Ungang mit polizeidreſſirten Franzoſen, unter welchen es allerdings an Verräthern nicht fehlen mag. Komm nur einmal mit in unſern Convent, damit Du ſiehſt, wie ächte Deutſche, denen es mit der Frei⸗ heit Ernſt iſt, zuſammenſitzen. Da ſollſt Du mir ein Verräthergeſicht ausfindig machen. Und wenn wir auch verrathen würden, ſoll's den fremden Tyrannen keine Roſen bringen, denn lebendig bekommen ſie uns nicht in die Hände.

Vergebens ſtrengte Ruffus all' ſeine Ueberredungs⸗ gabe an. Auch Hoffmann, dem die Gefahr einleuch⸗ tete, in welcher jener Verein bei der liſtigen Wach⸗ ſamkeit der franzöſiſchen Polizei ſchwebte, ſtimmte Ruffus bei. Reinhold blieb bei ſeinem thörichten Satze, daß ſobald man einen Verſuch gegen ſeine Frei⸗ heit wagen ſollte, er bis zum letzten Hauche Gewalt mit Gewalt vertreiben würde.