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allein zu ſein,“ fuhr Hoffmann fort,„die ihn herum⸗ reißt; es muß einen andern Haken haben. Ich weiß nicht, wo er die Kunde her hat; aber daß die Ein⸗ quartierung, die beiden Pariſer, bei Euch wohl ge⸗ litten ſind, namentlich bei den Damen, das weiß er oder will es wiſſen, und darum glaube ich, iſt's die liebe Eiferſucht wegen Fräulein Anna, die ihn plagt.“
Der Muſikdirector hatte kaum dieſe Worte ge⸗ ſprochen, als Reinhold athemlos den Gartengang da⸗ her eilte.
Es ſchien ihm ſehr lieb zu ſein, Ruffus zu treffen.
„Wißt Ihr es ſchon?“ rief er mit freudeſtrahlen⸗ den Blicken,„der Tyrann hat endlich in der Lauſitz ſeiner Thaten Lohn gefunden; eine einzige ruſſiſche oder preußiſche Kugel hat all' unſern Leiden ein Ende gemacht. Ein Zwölfpfünder hat ihm die Bruſt zer⸗ ſchmettert. Der Tod wird noch geheim gehalten; aber die Leiche befindet ſich bereits ſeit zwei Tagen im kö⸗ niglichen Schloſſe. Allnächtlich kann man die Lichter ſehen, welche in dem Leichenzimmer brennen.“
Hoffmann horchte mit großem Intereſſe auf, die Nachricht machte auf ſeine Phantaſie den lebhafteſten Eindruck. Ruffus lächelte ungläubig.
„Ich habe ja Napoleon,“ ſprach er,„mit meinen eignen Augen in ſeinem Wagen von Bautzen daher fahren ſehen und Tauſende mit mir.“
„Alles Lug und Trug,“ belehrte Reinhold,„er war es nicht ſelbſt, ſondern nur ſein bewegliches Wachs⸗ bild. Uebrigens, wenn Ihr mir nicht glauben wollt, die ganze Stadt iſt voll davon.“
„Ein abgeſchmacktes Märchen,“— behauptete Rufſus.
„Aber ein ſehr intereſſantes Märchen,“ meinte Hoff⸗ mann,„das Stoffzu einem hübſchen Phantaſieſtücke gäbe.“
„Wir wollen Gott bitten,“ ſprach begeiſtert Rein⸗ hold,„daß es kein bloßes Märchen iſt.“
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