Teil eines Werkes 
12. Band, 1813 : historischer Roman : 3. Theil (1854)
Entstehung
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Hoffmann kehrte mit ein paar Weinflaſchen und zwei ſauber geſchliffenen Gläſern zurück.

Nun, quid novi? frug er fröhlich,ich lebe hier wie ein Einſiedler unter meinen Blumen, und freue mich, wenn einmal ein Menſchenkind aus der gottlo⸗ ſen Welt ſich her verirrt. Dieſe ganze Woche gab es weder Vorſtellung noch Proben; das kam mir ge⸗ rade recht. Ich habe wieder ein hübſch Novellenbild unter der Feder; aber kein Teufel wird's drucken; in der jetzigen Zeit kann man alltäglich die impoſanteſten Romane erleben; da halten's die Leute der Mühe nicht werth, welche zu leſen, und die Buchhändler welche zu drucken.

Ich bin eigentlich gekommen, ſprach Ruffus,mich nach Deinem Pflegebefohlenen zu erkundigen.

Nach dem Reinhold? frug der Muſikdirector; der befindet ſich ſo ſo, zwar vollkommen heil, aber ſonſt ein ſonderbarer Kautz.

Wie ſo? war des Freundes Frage.

Der hat merkwürdige Ideen im Kopfe, über Staat, Freiheit, Volkswohl und dergleichen Geſchich⸗ ten, ſprach Hoffmann.Ich gehöre nicht zu den ſogenannten Servilen, aber mit ſeinen Freiheitstheo⸗ rien wird er ſchwerlich durchkommen.

Ruffus, dem der politiſche Glaube ſeines jungen Freundes hinlänglich bekannt war, erfuhr hier nichts Neues und erkundigte ſich nach der ſonſtigen Lebens⸗ weiſe des bei Hoffmann Einquartierten.

Er kommt ſelten nach Hauſe, ſprach der Muſik⸗ direckor,trotz meiner Vermahnung zur Vorſicht. Iſt er da, rennt er verſtört im Garten auf und ab und allnächtlich frequentirt er die geheime Geſellſchaft.

Ruffus' Stirn verfinſterte ſich.

Es ſcheint ührigens nicht politiſche Alteration