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unzähligen Villa's und freundlichen Weinbergshäuſern geſchmückt. Am Fuße der Weinberge zog der blaue Elbſtrom vorüber. Weiter rechts ſtiegen ferne Wol⸗ kenbilder, die Felſen der ſächſiſchen Schweiz empor. An dieſe reiheten ſich die ſanft ablaufenden böhmiſchen Gebirge. Zur Rechten thronte das ſchöne Dresden wie eine Meerkönigin über den Wellen.
Hoffman beſchloß ſeine Phantaſien mit einer bril⸗ lanten Cadenz, dann ſprang er auf und umarmte den Freund.
„Es ſieht etwas unordentlich bei mir aus,“ ſprach er,„aber bei unordentlichen Geiſtern, wie unſer eins, wird Dich das nicht Wunder nehmen. Iſt ein Glas Rum gefällig?“
Ruffus dankte.
„Etwas Beſſeres kann ich nicht vorſetzen,“ ent⸗ ſchuldigte ſich der Dichter der Phantaſieſtücke;„doch halt,“ ſiel er ſich beſinnend ein,„der brave Morlacchi hat mir geſtern ein paar Bocksbeutel aus ſeinem Kel⸗ ler geſchickt, die müſſen bei der Wirthin ſtehen.“
Er eilte, trotz Ruffus' Abmahnung, nach dem Vor⸗ derhauſe, und der Gaſt hatte Muße, ſich in der Woh⸗ nung des genialen Mannes ein wenig unzuſchauen.
Hoffmann hatte Recht, es lag ziemlich bunt Alles durcheinander. Leſſing's Laocvon auf einem feinen Batiſtvorhemdchen; darüber eine ſtizzirte Kreidezeich⸗ nung, Blücher's Portrait darſtellend; Gvethe's Fauſt auf einer Schüſſel voll Erdbeeren. Andere Bücher, größtentheils der Schmidt'ſchen Leihbibliothek entlehnt, Pianofortenoten, Singſtimmen, Kupferſtiche, Manu⸗ ſeripte, Schreibmaterialien, Halsbinden, Gilets, Alles in ziemlicher Verwirrung unter einander; auf dem Notenpulte war Don Juan aufgeſchlagen.


