Teil eines Werkes 
11. Band, 1813 : historischer Roman : 2. Theil (1854) Achtzehnhundertdreizehn
Entstehung
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Der Kaiſer Napolevn hat, von dem Schlachfelde von Bautzen aus, die Errichtung dieſes Denkmals befohlen, als ein Zeugniß ſeiner Dankbarkeit gegen ſeine Völker von Frankreich und Italien.

Dieſes Denkmal ſoll das Andenken der großen Epoche auf alle Nachwelt übertragen, wo in drei Mo⸗ naten zwölfmalhunderttauſend Mann zu den Waffen geeilt ſind, um die Integritöt des Gebiets des fran⸗ zöſiſchen Reichs zu ſchützen.

Am andern Tage erblickt man den Feind von Neuem auf den Höhen von Reichenbach aufgeſtellt. Der Kaiſer, welcher keinen Augenblick von der Avant⸗ garde weicht, befiehlt ſogleich den Angriff. Von Neuem beginnt die Kanonade, und nach einiger Zeit treten die Verbündeten mit derſelben Regelmäßigkeit ihren meiſterhaften Rückzug an, alle Vortheile des Terrains ſorgfältig benutzend.

Napoleon iſt aufgebracht, daß ihm dieſe Arriere⸗ garde immer entwiſcht.Wie, ruft er,nach einer ſo großen Schlacht kein Reſultat, keine Gefangenen, keine Kanonen, keine Fahnen? Dieſe Menſchen wer⸗ den mir keinen Nagel zurücklaſſen.

Kaum hat er dieſe Worte geſprochen, als eine Kanonenkugel in ſeine Suite fährt und einen Chaſſeur zu Pferde zu Boden wirft. Der Unglückliche ſtürzt faſt unter die Hufe von Napoleon's Pferd.

Durve, ſpricht der Kaiſer zu dem neben ihm reitenden Großmarſchall in ſehr ernſtem Tone,heut' will das Schickſal an uns.

Es iſt der Tag von Wagram, antwortete nur leiſe eine unbekannte Stimme, die wie aus dem Ge⸗ folge zu kommen ſcheint.

Blieb da nicht Montbello, unſer Roland? frug Durve in ſeltſamem Tone.