Teil eines Werkes 
11. Band, 1813 : historischer Roman : 2. Theil (1854) Achtzehnhundertdreizehn
Entstehung
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Bertrand, im Rücken von Marmont und auf der Flanke vom Fürſten von der Moskwa angegriffen. Er ver⸗ langt Hülfe. Die preußiſchen Garden und Kleiſt wollen umkehren und ihm zu Hülfe eilen. Ney be⸗ nutzt dieſes Schwanken und dringt unaufhaltſam wie ein Strom vor.

Blücher wird von ſeinen Höhen, wo er ſich für unüberwindlich gehalten, herabgeworfen. Die Bayon⸗ nette der Würtemberger glänzen triumphirend auf der Höhe.

Der Kampf wurde bald auf der ganzen Linie all⸗ gemein. Napoleon auf einer Anhöhe von Nieder⸗ Kayna, auf einer Trommel ſeiner Garde ſitzend, di⸗ rigirt mit der Ruhe des Oberfeldherrn die ſiegreichen Evolutionen.

Es war ein erſchütternder aber großartiger An⸗ blick, wie die zahlreichen Colonnen aller Waffengat⸗ tungen von den Höhen in's Thal herabſtiegen. Rings, ſo weit das Auge reicht, donnernde Batterien, flam⸗ mende Dörfer, funkelnde Helme, Schwerter und Bayonnette.

Um ſechs Uhr war das große verſchanzte Lager von allen Seiten genommen und die Verbündeten aus allen ihren Poſitionen verdrängt. Sie treten den Riückzug an, aber in Ordnung und mit Sorgfalt. Vergebens ſucht ſie der Herzog von Tarent durch ei⸗ nen Flankenmarſch abzuſchneiden. Es fehlt ihm an Zeit und Cavallerie.

Schon breitet die Nacht ihren Schleier über das Blutfeld. Alles ſinkt, von des Tages Laſt erſchöpft, in Schlummer. Nur Napoleon wacht in ſeinem Zelte und dictirt:

Ein Denkmal ſoll auf dem Mont Cenis errichtet werden; auf demſelben ſollen da, wo ſie am meiſten in die Augen fallen, folgende Worte ſtehen: