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Selbſt im franzöſiſchen Hauptquartier wird man be⸗ ſorgt. Das Feuer jener unbekannten Batterien wird immer entſetzlicher. Noch immer ſchläft der Kaiſer.
Da kann man nicht länger zaudern. Duroe weckt ihn. Napoleon ſchlägt die Augen auf. Man erzählt ihm von dem unerwarteten Ereigniß. Er zieht die Uhr heraus und wendet ſich zu einem Obriſt ſeines Gefolges:
„Reiten Sie nach den Tuilerien,“ ruft er,„und melden Sie der Kaiſerin, daß die Franzoſen eine große Schlacht gewonnen haben.“
Und zu den Umſtehenden:
„Meine Freunde, es ſind die Kanonen des Fürſten von der Moskwa. Der Sieg iſt unſer.“
Wirklich war die meiſterhafte, bereits in Dresden entworfene Diverſion gelungen. Marſchall Ney hatte ſich nicht nach Berlin gewandt, ſondern war, das Ob⸗ ſervationscorps der Verbündeten wie Spreu vor ſich hertreibend, plötzlich und unerwartet mit ſechzigtauſend Mann dem Feinde in die Flanke gefallen.
Dieſer Augenblick iſt entſcheidend. Der Kaiſer benutzt ihn.
„En avant!“ ruft er, und das ganze gewaltige Centrum, deſſen Kampfhitze bis jetzt zurückgehalten worden iſt, dringt in geſchloſſenen Colonnen und mit gefälltem Bayonnet vor. Die Marſchälle Marmont, Soult, Mortier, Macdonald und General Bertrand ſtellen ſich an die Spitzen ihrer Colonnen. Wie eine dunkle Gewitterwolke rauſchen die ſchweren Cuiraſſiere des Latour⸗Maubourg gegen die feindliche Linie, wäh⸗ rend die junge Kaiſer⸗Garde unmittelbar das feind⸗ liche Centrum zu ſprengen ſucht.
Blücher, wie ein alter Löwe mit ſeinen Pranken um ſich ſchlagend, ſieht ſich plötzlich in der Front durch


